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  • 11.12.2013, 09:50 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Knapper Zukunftsrohstoff Holz

Wald-Zentrum erforscht nachhaltige Forstwirtschaft

Möbel. Heizung, Bau, Papier: Es gibt viel zu wenig Holz um die Nachfrage nach dem nachwachsenden Rohstoff zu befriedigen. Das Wald-Zentrum der Universität Münster forscht nun mit Mitteln der Europäischen Union vier Jahre lang nach Möglichkeiten der Holzvermehrung.

Das Projekt „Simwood“ ist eines der größten EU-Forschungsprojekte im Bereich der Forst- und Holzwirtschaft: Mit einem Budget von etwa 7,5 Millionen Euro geht es in den kommenden vier Jahren gemeinsam mit 29 Partnern um multifunktionale Forstwirtschaft und nachhaltige Holzmobilisierung in Europa, erläutert die Sprecherin des Wald-Zentrums. Die EU fördert das Vorhaben mit etwa sechs Millionen Euro, den Rest müssen die Partner selbst beisteuern.

Wissenschaftler und die Ernährungs- und Landwirtschafts-Oorganisation der Vereinten Nationen prognostizieren bereits ab dem Jahr 2020 eine jährlich fehlende Holzmenge von 430 Millionen Kubikmetern in der EU. Davon werden allein 35 Millionen jährlich in Deutschland fehlen: sieben Mal mehr als in Nordrhein-Westfalen überhaupt geschlagen werden kann, illustriert das Wald-Zentrum. Wie diese Lücke zu schließen ist – ohne den Nachhaltigkeitsgedanken der Forstwirtschaft in Frage zu stellen – untersucht das Wald-Zentrum.

Holz wird knapp und teuer

„Der Zukunftsrohstoff Holz wird knapper und damit immer teurer. Ohne eine zukünftig gesicherte, nachhaltige Holzversorgung sind die Ziele der Energie- und Klimapolitik der EU und des Landes NRW nicht zu erreichen“, so Prof. Dr. Andreas Schulte, Leiter des Wald- Zentrums. „Die Nutzung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft erhält Arbeitsplätze im ländlichen Raum und trägt darüber hinaus zum Klimaschutz bei.“

Beim Projekt „Simwood“ geht es um Waldbesitz, Waldbau, Natur- und Klimaschutz, Erntetechnik und Forstpolitik. Wo kann Wald auf Agrarflächen angebaut werden? Wo können Reserven mobilisiert werden? Unter anderem wird ein neues EU-Informationssystem zur nachhaltigen Holzbereitstellung entwickelt. Neben den EU-Fördermitteln erhält das Wald-Zentrum eine Co-Finanzierung vom NRW-Wissenschaftsministerium

(Karin Völker, WN)


 


 

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