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  • 18.01.2013, 15:33 Uhr
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  • Kreis Steinfurt/Wettringen
Kommunikations-Infrastruktur

Wettringen erhält Glasfasernetz

Der Wettringer Ortskern erhält als erste Kommune im Kreis Steinfurt ein flächendeckendes Breitband-Netz. Landrat Thomas Kubendorff begrüßt den Abschluss der erfolgreichen Nachfragebündelung, der Investitionen in siebenstelliger Höhe auslöst und zur Erschließung eines ganzen Ortskernes mit Glasfaser-Technik führt.

"Das ist ein Meilenstein für den Glasfaser-Ausbau im Kreis Steinfurt", unterstreicht Thomas Kubendorff und betont, dass der weitere Ausbau von Glasfaser im gesamten Kreis Steinfurt angestrebt werde. Insbesondere für die Kommunen, die über keine eigenen Versorgungsunternehmen verfügten, sei ein systematischer Glasfaser-Ausbau bisher in weiter Ferne gewesen.

Als Zukunftskreis in NRW strebe der Kreis Steinfurt aber auch im Breitband-Ausbau eine führende Rolle in NRW an. Die habe man bereits bei der Schließung sogenannter weißer Flecken durch die Akquise öffentlicher und privater Mittel erreicht. Hiervon hätten bereits 40.000 Menschen im Kreis profitieren können. Nun gehe es darum, bisher einigermaßen versorgte Ortszentren für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfest zu machen. Denn Studien zufolge reichten die verfügbaren Bandbreiten bereits binnen weniger Jahre für viele Orte im Kreis nicht mehr aus. Dann drohe dem ländlichen Raum ein Standortnachteil, wenn nicht entschieden gegengesteuert werde.

Thomas Kubendorff: "Wir setzen daher auf Kooperation und pflegen zu allen Telekommunikationsgesellschaften, die im Kreis vertreten sind, beste Kontakte. Die Zukunft liegt in der Zusammenarbeit", so der Landrat.

Guido Brebaum, Prokurist der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Steinfurt (WESt), ergänzt: "Die Glasfasernetze der Zukunft werden offene Netze sein." Das bedeutet, dass Netze - wie in Wettringen geplant - allen interessierten Diensteanbietern offen stehen.

Im Jahr 2012 hatte die WESt den Kontakt zu dem niederländischen Investor Reggeborgh und der Borkener Telekommunikationsgesellschaft BORnet gesucht. Ziel der Gespräche war es, einen weiteren Investor zu gewinnen, der im Kreis Steinfurt den Glasfaser-Ausbau voran bringt.

Dabei betont Brebaum, dass die WESt bewusst auch jetzt nicht auf nur einen Anbieter setze, sondern mit allen Telekommunikationsgesellschaften und auch Stadtwerken im Gespräch sei: "Wir versuchen, verschiedene Anbieter zusammen zu bringen und Kooperationen zu initiieren." Nur durch Zusammenarbeit sei es möglich, für einen großen Flächenkreis wie den Kreis Steinfurt einen Ausbau im Breitband-Bereich zielgerichtet und systematisch voran zu bringen. Nach dem ersten Projekt in Wettringen gebe es für 2013 bereits weitere Pläne, um den Glasfaser-Ausbau in weiteren Kommunen im Kreis voran zu bringen. Man begrüße, dass die BORnet bereits die Nachfragebündelung für Neuenkirchen kurzfristig starte.

(Redaktion)


 


 

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