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  • 11.06.2015, 10:32 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Kostenübernahme

Spiegel-Aktion für mehr Verkehrssicherheit in Münster beendet

Unfälle beim Abbiegen sind in Münster an der Tagesordnung. Nach einigen schweren Unfällen, bei denen Radler getötet wurden, ist die Diskussion lebhafter denn je. In genau diese Zeit fällt der Abschluss einer Aktion, die das Nebeneinander von Radlern und Autos an den Kreuzungen sicherer machen soll. Seit 2013 wurden 136 Verkehrsspiegel im Stadtgebiet angebracht. Ende Mai endete die Aktion.

Jetzt heißt es in einem Bericht des Stadtplanungsamtes: „Damit dürften weitestgehend alle Ampelkreuzungen mit Auffälligkeiten oder kritischen Fahrbeziehungen ausgestattet sein.“ Konkret geht es darum, die Radler – insbesondere in der Perspektive von Lkw-Fahrern – aus dem toten Winkel zu holen.

Brillux übernimmt Gros der Kosten

125 der 136 Spiegel waren ein Geschenk der münsterischen Firma Brillux, die im vergangenen Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feierte.

Brillux-Chef Peter König freut sich, dass die Zusammenarbeit mit Stadt und Polizei so gut geklappt hat und Münster beim Kampf gegen den toten Winkel im Verkehr „europaweit eine Vorreiterrolle einnimmt“. Der Vorteil für alle Verkehrsteilnehmer liege direkt auf der Hand: „Die Verkehrsspiegel bieten einen zusätzlichen Sichtbereich an viel befahrenen Kreuzungen.“

Obwohl Brillux in 125 Fällen die Kosten für das Anbringen der Spiegel übernahm, erfolgte die Standortwahl ausschließlich in der Regie der Polizei und der Stadt Münster.

Zwei Typen von Spiegeln

Bei den Spiegeln kamen zwei Typen zum Einsatz, 82 Mal ein Black Spot Mirror (zu einem Stückpreis von 1.600 Euro inklusive Montage) und 54 normale, rot-weiße Verkehrsspiegel (Preis 350 Euro). Der erste Spiegel ist so gebaut, dass er direkt unter den Signallichtern an den Ampeln angebracht werden kann. Die anderen Spiegel seien immer dann zum Einsatz gekommen, wie es in dem städtischen Bericht heißt, wenn sich die „eigentliche Konfliktfläche“ abseits des Ampelmastes befinde und es deshalb ratsam sei, den Spiegel separat zu installieren.

Allein 13 der 136 Spiegel wurden an Kreuzungen entlang der Weseler Straße angebracht, sieben sind es an der Grevener Straße, sechs am Albersloher Weg, fünf an der Hammer Straße, vier an der Wolbecker Straße, drei an der Steinfurter Straße. Weitere 15 haben ihren Einsatz entlang des Ringes.

Auch wenn die Aktion jetzt abgeschlossen ist, so weist die Stadt doch darauf hin, dass weitere Spiegel installiert werden, sollte „sich in Einzelfällen ein weiterer Bedarf“ ergeben.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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