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  • 23.04.2014, 10:15 Uhr
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  • Münster
Kreisverkehr Mecklenbeck

Vorerst keine Umbaumaßnahmen

Wer am gestrigen Dienstag den Beginn der von der Stadt angekündigten Umbauarbeiten im Kreisverkehr an der Einmündung der Fritz-Stricker-Straße in die Mecklenbecker Straße erwartet hatte, wartete vergebens. „Wir haben die Maßnahme bis auf Weiteres abgesagt“, erläuterte Tiefbauamtsleiter Michael Grimm den WN. Im Kreisel bleibe vorerst alles beim Alten.

Der Grund für die kurzfristige Absage des Umbaus – der zu niedrige Innenring des Rondells soll aus Sicherheitsgründen erneuert werden – ist finanzieller Art: Statt der mit rund 6.000 Euro vereinbarten Kosten für die Maßnahme habe die Borkener Firma, die den Kreisverkehr im Vorjahr auch gebaut habe, nun erheblich mehr Geld für ihren Nachbesserungseinsatz haben wollen. Eine Nachforderung, die ein Mehrfaches der bislang vorgesehenen Summe ausmache, stehe im Raum. „Das hat uns vom Hocker gehauen“, gibt der Tiefbauamts-Chef zu.

Da keine Tatsachen geschaffen werden sollten, aus denen die Stadt nicht mehr herauskomme, sei der Umbau des Kreisverkehrs auf Eis gelegt worden. „Wir werden jetzt in Ruhe darüber nachdenken, wie wir damit umgehen“, betont Grimm. Die Stadt lasse sich im Hinblick auf die Erneuerung des Kreisels nicht unter Druck setzen. Es sei keineswegs der Fall, dass die Maßnahme innerhalb der nächsten ein, zwei Wochen zwingend umgesetzt werden müsse. Das könne auch in den kommenden Monaten passieren.

Innenring soll nachgebessert werden

Hintergrund für den geplanten Umbau des Kreisverkehrs ist, dass der Innenring, der von Pkw eigentlich nicht befahren werden soll, nicht hoch genug ist. Die Außenkante sei beim Befahren „zu wenig spürbar“ sagt Michael Grimm. Das ist laut Beobachtungen der Stadt die Ursache dafür, dass der Innenring immer wieder von Fahrzeugen befahren wird. Diese brausen dann oft mit überhöhter Geschwindigkeit durch den Kreisel – ein Sicherheitsrisiko für Fußgänger und Radfahrer.

Dass im Rondell an der Mecklenbecker Straße nachgebessert werden muss, ist laut Tiefbauamtsleiter darin begründet, dass es einerseits bautechnische Schwierigkeiten gegeben habe und andererseits wohl nicht fachgerecht gearbeitet worden sei. Nach dem ins Auge gefassten Umbau soll der Innenring eine drei Zentimeter hohe, auf 45 Grad abgewinkelte Kante erhalten.

Erstmals ausgeschriebene neue Gussasphaltvariante

Dass die Stadt die Nachbesserungsaktion überhaupt mitfinanzieren will, hängt laut Grimm damit zusammen, dass der bemängelte Innenring in einer erstmals ausgeschriebenen neuen Gussasphaltvariante verlangt worden sei. Diese sei technisch sehr anspruchsvoll und „nicht einfach zu bauen“ gewesen. „Da haben wir uns bereiterklärt, uns in kleinem Maße an der Nachbesserung zu beteiligen.“

Auf politischer Ebene stößt die geplante Umbaumaßnahme übrigens bereits auf Zustimmung: „Wir begrüßen es sehr, dass die Stadt Münster die Fahrspur im Kreisverkehr nachbessert. Durch eine erhöhte Kante im Innenkreis wird der Radius deutlich verkleinert, und die Fahrer der Fahrzeuge werden dazu angehalten, ihre Geschwindigkeit erheblich zu reduzieren. Das schafft deutlich mehr Sicherheit“, so Nico Schmitz, Vize des SPD-Ortsvereins, in einer Pressemitteilung. Dass der Kreisel angepasst werde, sei „richtig und wichtig, um den gesamten Bereich noch sicherer zu machen und Unfallschwerpunkte schon im Vorfeld zu vermeiden“.

(Thomas Schubert, WN)


 


 

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