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  • 20.05.2015, 09:38 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Kritik an Hafen-Entwicklung

Stadt Münster will Osmo nicht beschneiden und entschärft Konflikt mit Stadtwerken

Geschlagene 30 Minuten referierte Christian Schowe, Leiter des Stadtplanungsamtes, gleich zu Beginn der Sitzung des Planungsausschusses über die Situation rund um den Hafen – ein schlagender Beleg dafür, wie angespannt eben diese Situation ist.

Es geht um die bekannt gewordene Kritik der Firma Osmo Holz und Color an den Plänen der Stadt Münster, auf der Nordseite des Stadthafens I Wohnungen zu genehmigen.

Schowe bestätigte, dass die Firma Osmo wegen der Arbeit mit explosiven Stoffen einen Abstand von 300 Meter zu einer Wohnbebauung einhalten müsse. Dieser 300-Meter-Radius sei aber nur dann in Gefahr, wenn man als Bezugspunkt die Grundstücksgrenze nehme. Nehme man als Bezugspunkt das Produktionsgebäude, so ergebe sich kein Konflikt.

Überdies deutete Schowe an, dass man bei der geplanten Überarbeitung des Bebauungsplanes auch zu anderen Abständen kommen könne, da Osmo nicht als so genannter „Störfallbetrieb“ einzuordnen sei. Auf keinen Fall sei vorgesehen, so Schowe weiter, die unternehmerische Tätigkeit bei Osmo einzuschränken.

Lösungsvorschlag für Stadtwerke-Konflikt

Auch bei der seit Monaten offenen Frage, ob die Ausweisung eines Wohngebietes am Hafen (Projekt „Neuhafen“) einen Lärmschutzkonflikt für den Fall heraufbeschwören könnte, dass das Stadtwerke-Gaskraftwerk ausgebaut werden soll, ist eine Lösung in Sicht.

Für dieses Wohngebiet will die münsterische Stadtverwaltung im Zuge des sogenannten Bebauungsplanverfahrens einen Lärmschutz-Grenzwert festlegen, der um drei Dezibel über dem Höchstwert für „normale“ Wohngebiete liegt. Stadtwerke-Chef Dr. Henning Müller-Tengelmann, der ebenfalls an der Sitzung teilnahm, teilte mit, dass bei einer solchen Regelung die Interessen der Stadtwerke gewahrt seien.

Beschluss für weitere Hafenplanung

Dass eben diese Interessen gesichert sein müssen, wurde dann auch in den Beschluss des Ausschusses für die weitere Hafenplanung gepackt. Darüber hinaus soll allen Investoren zur Auflage gemacht werden, dass die erforderlichen Stellplätze auf dem eigenen Grundstück eingerichtet werden müssen.

Konkret geht es neben dem Neuhafen auch um die Bauvorhaben der Firma Josef Kuhr („Hafentor“) sowie um die geplante Hafenbebauung der LVM-Versicherung.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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