Weitere Artikel
Kündigungsschutz

Krankgeschrieben – Kündigung berechtigt?

Es ist eine weitverbreitete Annahme, dass krankgeschriebene Mitarbeiter einen besonderen Kündigungsschutz genießen und in dieser Zeit von einer Kündigung befreit sind. Diese Annahme ist jedoch grob falsch, denn jeder krankgeschriebene Arbeitnehmer darf ordentlich und außerordentlich durch den jeweiligen Arbeitgeber gekündigt werden.

Unbedingt lesen um sich vor den 7 fatalsten Fehler bei der Krankmeldung zu schützen!

Unterliegt das Arbeitsverhältnis dem Kündigungsschutzgesetz, so darf der Arbeitgeber jedoch nur aus bestimmten Gründen kündigen. Ein besonders wichtiger Unterpunkt ist die krankheitsbedingte Kündigung, nach der ein Arbeitnehmer ordentlich gekündigt werden darf, wenn dieser durch seine Krankheit den Arbeitsvertrag künftig nicht mehr erfüllt. Allerdings ist eine derartige Kündigung nur wirksam, wenn folgende drei Voraussetzungen gemeinsam erfüllt sind:

1. Negative Gesundheitsprognose: Es müssen zum Zeitpunkt der Kündigungen weitere Tatsachen vorliegen, die Prognosen auf weitere Erkrankungen des Mitarbeiters zulassen.

2. Beeinträchtigung des Arbeitgebers: Die Fehlzeiten in Folge einer Krankheit müssen zu einer erheblichen wirtschaftlichen und betrieblichen Beeinträchtigung des Arbeitgebers führen. Dazu zählen massive Störungen im Betriebsablauf oder die zu hohe Belastung des Arbeitgebers mit Lohnfortzahlungen.

3. Interessenabwägung: Diese Abwägung muss zugunsten des Arbeitgebers verlaufen, sodass ihm das Arbeitsverhältnis aufgrund der Krankheit nicht mehr zugemutet werden kann. Hier spielen Krankheitsursachen, Fehlzeiten der anderen Arbeitnehmer oder das Lebensalter des Arbeitnehmers eine wichtige Rolle.

Nur wenn diese drei Voraussetzungen gelten, ist der Arbeitgeber zu einer krankheitsbedingten Kündigung berechtigt. Andernfalls muss er sich an die jeweiligen gesetzlichen Fristen halten und andere rechtskräftige Gründe finden, um einen Arbeitnehmer im Krankheitsfall zu kündigen (Was darf der Arbeitnehmer, wenn er krankgeschrieben ist). Sollte es zu einer krankheitsbedingten Kündigung kommen, muss der Arbeitgeber vorher keine Abmahnungen ausgesprochen haben. Schließlich werden hierbei keine Verletzungen des Arbeitsvertrages begangen.

(Redaktion)


 


 

Arbeitgeber
Kündigung
Krankheit
Verletzungen
Arbeitsverhältnis
Gründe
Fehlzeiten
Annahme
Beeinträchtigung

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Arbeitgeber" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: