Weitere Artikel
  • 06.06.2014, 09:08 Uhr
  • |
  • Münster / Münsterland
Lange Nacht der Ausbildung

Nachwuchs für Küche und Hotel

Viele Betriebe des Hotel- und Gaststättengewerbes haben zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Bewerber zu finden. Dies gilt insbesondere für Koch-Azubis, was angesichts des großen Interesses an Kochsendungen eher verwundert.

Deshalb hofften die sieben münsterischen Betriebe, die am Donnerstag bei der bundesweiten „Langen Nacht der Ausbildung des Gastgewerbes“ mitwirkten, dass der berühmte Funke überspringt. „Denn hier können junge Leute Karriere machen“, so die Geschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes Westfalen, Renate Dölling.

Den Mangel an Koch-Auszubildenden spürt auch das Mövenpick-Hotel, das insgesamt 20 Köche beschäftigt. „Drei Ausbildungsstellen sind derzeit unbesetzt“, bedauert Personalmanagerin Angelina Wendt. Dabei habe der Beruf viel zu bieten für junge Leute, die gut im Team arbeiten können. Ob als Koch oder als Hotelfachmann oder -frau: „Für diese Berufe muss man Leidenschaft mitbringen“, unterstreicht Angelina Wendt.

Schüler erleben die Praxis

Weil probieren über studieren geht, versuchten Schüler der Karl-Wagenfeld-Realschule im Mövenpick eine festliche Tafel zu decken, Zwiebeln fachmännisch ohne tränende Augen zu schneiden (man darf nur durch den Mund atmen) und raffinierte Frucht-Cocktails zu mixen. „Macht Spaß und schmeckt gut“, urteilte Schüler Norwin Förster, der von Bar-Keeper Bernd Heyne ins perfekte Shaken eingewiesen wurde.

Welche Grundkenntnisse die Jugendlichen in Sachen Warenkunde, Fremdsprachen und Kreativität mitbringen, interessierte den Leiter des Factory-Hotels, Markus Völler, der eine Rallye organisierte. Wer kann Mango, Papaya oder Sternfrucht auf Anhieb erkennen? Und wer kann accommodation übersetzen? Die Jugendlichen gaben bereitwillig Antwort.

Am Ende war vielen klar, was der Geschäftsführer des Kaffeehauses Maikotten so auf den Punkt bringt: „Gastronomieberufe sind facettenreich, erfordern Menschenkenntnis und vor allem Spaß an der Dienstleistung.“ Und „deutsche Hotelfachleute sind international gefragt“, ergänzt Sascha von Zabern vom Mauritzhof.

(Karin Höller-Zwilling, WN)


 


 

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Ausbildung" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: