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  • 08.05.2015, 09:50 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Steinfurt
Lebensmittelinformations-Verordnung

Chancen für das Fleischer-Handwerk

Zugegeben: Die Lebensmittelinformations-Verordnung bringt Mehrarbeit für die Betriebe des Fleischer-Handwerks. Aber sie bietet auch Chancen gerade für regional arbeitende handwerkliche Betriebe. Darin waren sich die Mitglieder der Fleischer-Innung Steinfurt während ihrer jüngsten Versammlung in den Räumlichkeiten der Reisige Foodservice GmbH & Co.KG in Rheine einig.

Dirk Haerten, Geschäftsführer des Fleischerverbandes NRW, ermunterte die Innungsmitglieder, diese Chancen für sich zu nutzen.

Ausführlich informierte Dirk Haerten die Vertreter der Innungsbetriebe über die wichtigsten Änderungen, die mit der neuen Verordnung am 13. Dezember 2014 in Kraft getreten sind oder demnächst in Kraft treten. Wichtige Neuregelungen gibt es zum Beispiel bei der Allergen-Kennzeichnung von loser Ware. So müssen die 14 Hauptallergene für den Kunden nachvollziehbar ausgewiesen werden. Dazu reicht in der Regel eine im Geschäft zur Verfügung gestellte Übersichtstabelle aus, erläuterte Dirk Haerten. Auch sei es sinnvoll für die Betriebe des Fleischer-Handwerks, Kunden mit einem entsprechenden Aushang darauf aufmerksam zu machen, dass die Mitarbeiter für weitere Informationen zur Verfügung stehen.

Neuregelung zur Herkunftskennzeichnung "große Chance"

Als große Chance wertet der Landesverband die Neuregelung zur Herkunftskennzeichnung, die seit dem 1. April in Kraft ist. Seitdem müssen Mast- und Schlachtort auf verpacktem Schweine- und Geflügelfleisch gekennzeichnet werden. In der Praxis bedeutet das einen erhöhten Dokumentationsaufwand für die hiesigen Handwerksunternehmen. Dennoch habe die Regelung gerade für sie ihr Gutes.

„Die Kennzeichnungspflicht kommt in diesem Fall dem Handwerk entgegen“, betont Stefan Loske, Obermeister der Fleischer-Innung Steinfurt. „Denn das Fleischer-Handwerk lebt von der viel beschworenen Regionalität.“ So arbeiteten die meisten Betriebe mit Landwirten aus der Region zusammen, viele Fleischereien schlachten selbst. Somit hätten Betriebe des Fleischer-Handwerks einen Vertrauensvorsprung gegenüber Supermärkten und Discountern. Vor diesem Hintergrund hat der Landesverband – auch als Reaktion auf die aktuelle Kampagne des Discounters Lidl – eine eigene Strategie ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Von hier statt von überall“ wirbt der Fleischerverband NRW für die heimischen Fleischer-Fachbetriebe.

Neu im Vorstand der Fleischer-Innung Steinfurt ist Ulrich Suwelack, Inhaber der gleichnamigen Fleischerei in Saerbeck. Er wurde während der Versammlung von seinen Kollegen gewählt.

(Redaktion)


 


 

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