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  • 31.08.2015, 09:30 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Steinfurt
Leistungswettbewerb

Neu-Gesellen im Maurer-Handwerk zeigen Präzisionsarbeit in Stein und Mörtel

Philip Kappelhoff aus Ochtrup ist der beste Jung-Maurer im Bereich der Handwerkskammer Münster. Das stellte der 19-Jährige beim Leistungswettbewerb der Neu-Gesellen im BildungsCenter Rheine der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf unter Beweis. Dorthin hatte die Handwerkskammer Münster die besten Absolventen der Sommer-Gesellenprüfung im Maurer-Handwerk eingeladen.

Vier junge Männer nahmen die Herausforderung an und schufen in wenigen Stunden ein zweischaliges Mauerwerk mit Ecken und Kanten. Jeder von ihnen bewies dabei echte Präzisionsarbeit in Stein und Mörtel.

Am Ende überzeugte die Arbeit von Philip Kappelhoff die Prüfungskommission mit Vertretern von Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, Technischen Schulen und Arbeitnehmervertretung. Der Jung-Geselle errang 282 von 300 möglichen Punkten und damit die Note „Sehr gut“. „Das Ergebnis war denkbar knapp“, sagte Ausbildungsmeister Ulrich Alfing. Denn mit nur zwei Punkten weniger wurde die Arbeit von Hendrik Temmink aus Ammeloe/ Vreden ebenfalls mit der Note „Sehr gut“ bewertet. Auch die Finalisten Tobias Schmeing (19) aus Bocholt und Johannes Puvogel (19) aus Ennigerloh im Kreis Warendorf konnten sich mit ihren Arbeiten sehen lassen. Philip Kappelhoff wird nun die Handwerkskammer Münster beim Landeswettbewerb der jungen Maurer vertreten.

Prüfungsbeste der jeweiligen Innung

Dass die jungen Männer während ihrer dreijährigen Ausbildungszeit ihr Handwerk gelernt haben, hatten sie bereits im Vorfeld des Leistungswettbewerbs bewiesen. Sie sind die Prüfungsbesten ihrer jeweiligen Innung der diesjährigen Sommer-Gesellenprüfung im Maurer-Handwerk im Bereich der Handwerkskammer Münster.

Was die jungen Männer im Leistungswettbewerb zu bauen hatten, mag auch einen erfahrenen Gesellen ins Schwitzen bringen: ein 1,25 Meter hohes zweischaliges Mauerwerk mit vielen Ecken auf engstem Raum. Dazu hatten sie insgesamt rund sieben Stunden Zeit. „Da kommt es auf Lot, Waage und die Optik an“, erläutert Ausbildungsmeister Ulrich Alfing. So achtet die Prüfungskommission zum Beispiel darauf, dass sämtliche Fugen gleich groß sind. „Wer damit klarkommt, der kann es einfach“, so der Maurermeister.

„Es ist schon anspruchsvoll“, bestätigte denn auch Philip Kappelhoff während der Arbeiten. Hinzu kämen ein gewisser Zeitdruck und der direkte Vergleich mit den Wettbewerbsteilnehmern. „Wir wollen schließlich alle gewinnen.“ Nach seiner Ausbildung in der Bauunternehmung Franz Büter in Ochtrup ist der junge Mann dort weiter beschäftigt. Wer eine so gute Gesellenprüfung wie die vier Wettbewerbsteilnehmer vorweisen kann, findet in seiner Branche beste Perspektiven. Auch Tobias Schmeing wurde von seinem Ausbildungsbetrieb übernommen. Er möchte in naher Zukunft die Qualifizierung zum Meister starten. Henrik Temmink bereitet sich nach der Gesellenprüfung auf das Fachabitur vor. Mit der Qualifizierung zum Wirtschaftsingenieur möchte er in einigen Jahren in den väterlichen Betrieb einsteigen. Johannes Puvogel ist seinem Ausbildungsbetrieb treu geblieben.

(KH Steinfurt-Warendorf)


 


 

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