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  • 13.08.2015, 16:12 Uhr
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  • Münster / Berlin
Letzte Ernteschätzung 2015

Deutlich geringere Maisernte erwartet

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) geht weiterhin von einer durchschnittlichen Getreideernte in Deutschland in Höhe von 47,3 Mio. t aus. Für Raps erwartet der Verband wie im Vormonat eine Erntemenge von 4,9 Mio. t mit in der Summe durchschnittlichen Ölgehalten. Diese letzte DRV-Schätzung für das Jahr 2015 stützt sich auf die vom Statistischen Bundesamt am 3. August veröffentlichten Daten zu den Aussaatflächen sowie eigenen Einschätzungen zu den Erträgen.

Während im Westen und Süden die Getreide- und Rapsernte weitgehend abgeschlossen ist, befindet sie sich im restlichen Bundesgebiet noch auf der Zielgeraden. Gerste und Weizen haben bei regional sehr heterogenen Ergebnissen in der Summe die bisherigen Erwartungen hinsichtlich Menge und Qualitäten übertroffen. Der DRV geht gegenwärtig von einer Weizenernte in Höhe von 25,7 Mio. t aus. Im Vormonat lag der Wert trotz einer leicht höheren Anbaufläche noch bei 25,4 Mio. t. Die Proteinwerte liegen soweit bekannt zumeist über dem Ergebnis des Vorjahres.

Die Wintergerstenernte beziffert der Verband gegenwärtig mit gut 9,1 Mio. t nach 8,6 Mio. t im Vormonat. Die Erntemenge von Sommergerste wird leicht höher auf nunmehr gut 2,0 Mio. t geschätzt, die Roggenernte wird unverändert mit 3,3 Mio. t erwartet.

Der Mais entwickelt sich dem hingegen zusehends zum Sorgenkind. Die Bestände leiden sehr unter der gegenwärtigen Hitze und Dürre. Folglich sind erhebliche Ertragseinbußen zu erwarten. Der DRV korrigiert daher seine Ernteprognose für diese Kultur von rund 4,6 Mio. t im Vormonat auf nunmehr 3,9 Mio. t. Das Vorjahresergebnis von gut 5,1 Mio. t wird somit um fast 24 Prozent unterschritten.

Die weitere Marktentwicklung in Europa und Deutschland wird wie in den Vorjahren in hohem Maße vom Export abhängen. Nach Expertenschätzungen hat Europa gute Aussichten, seine Rolle als weltweit führender Weizenexporteur auch in diesem Getreidewirtschaftsjahr zu verteidigen, wird sich aber gegen die weiterhin sehr wettbewerbsfähige Schwarzmeerregion behaupten müssen. Deutscher Weizen dürfte darüber hinaus in Nordafrika nicht über die Marktchancen des Vorjahres verfügen. Hintergrund ist, dass Frankreich in diesem Jahr bessere Qualitäten als 2014 einfährt und somit wieder verstärkt auf diesen traditionellen Absatzmarkt drängen wird.

(ots / DRV)


 


 

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