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  • 20.11.2015, 14:48 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Lust am Kooperieren

Trendforum bei der 14. Existenzgründungswoche

Seit einiger Zeit sprießen Co-Working-Areas oder so genannte Gründergaragen aus dem Boden – das so genannte Crowd-Working wird als Arbeitsweise der Zukunft gepriesen. Das Trendforum der münsterischen Existenzgründungswoche stellte die neue Lust am unternehmerischen Kooperieren in den Mittelpunkt und lud zum Diskutieren ein.

Neben der Referentin Diemut Bartl von der Dark Horse GmbH & Co. KG aus Berlin stellten Christiane Bez von der Genossenschaft Gärtnerhof Entrup eG, Tobias Daur von der „Wunderkammer“-Arbeitsgemeinschaft für Kommunikation und Daniel Althoff von der AHAG Unternehmensberatung ihre Konzepte vor. Zu der Veranstaltung begrüßten Elisabeth Remmersmann von der Wirtschaftsförderung Münster GmbH und Gerlinde Amsbeck von Frauen & Beruf in der NRW.Bank zirka 80 Gründer , junge Unternehmen und Existenzgründungsberater.

Vor dem Programm machte Felix Tenkmann, Leiter der Förderberatung Westfalen der NRW.Bank, Mut. „Nach einer unbefriedigenden Gründungsquote haben sich die Zahlen 2014 erfreulich entwickelt. Das hat sich in den vergangenen Monaten weiter verbessert“, so dass auch für 2015 ein sehr positiv Ergebnis zu erwarten sei. Tenkmann gab einen Einblick in den KfW-Gründungsmonitor und verdeutlichte: Die NRW.Bank habe großes Interesse daran, Gründern Hilfestellung bei Finanzierungen hinsichtlich ihrer Investitionen und Betriebsmittel zu geben: „Gründungskultur trägt unsere Wirtschaft. Es werden Arbeitsplätze geschaffen und Innovationen angeschoben.“

In einem eindrucksvollen Vortrag schilderte Diemut Bartl die Innovationskraft ihres Unternehmens, das Organisation und Teamarbeit nicht nach den üblichen Mustern lebt. Die im Jahr 2009 von 30 Personen unterschiedlichster Disziplinen gegründete Firma Dark Horse funktioniert ohne Hierarchien, ohne feste Arbeitszeiten und mit einer hohen Fehlertoleranz. „Wir haben uns aus unserem Ersparten heraus gegründet, hatten null Kapital, losgelegt und geschaut, was passiert.“ Die Firma lebe das „Gleichsein, das Interdisziplinäre, jeder darf aussprechen, was er denkt, und jeder ist gut, genau wie er ist“. Es gehe nicht darum, seine Stunden voll zu machen, sondern um das Ergebnis. Controlling sei zudem aufwendig und teuer. „Wenn man jemand vertraut und sagt, er macht das Beste aus seiner Aufgabe, dann ist das wirkungsvoller.“ Das funktioniert sehr gut zwischen den Partnern und ist auch noch erfolgreich. Unter den Auftraggebern befinden sich zahlreiche Global Player verschiedener Branchen.

Ein „Dark Horse“ ist im Sport ein unscheinbares Pferd, das überraschend ein großes Rennen gewinnt und damit alle profitieren lässt, die darauf gesetzt haben. „Wir helfen Organisationen dabei, die Potenziale des Digitalen Wandels zu erkennen und zu nutzen. Das machen wir, indem wir mit den Kunden Produkte und Dienstleistungen entwickeln.“ Damit einher gehe die Veränderung von Strukturen und der Denkweise der Unternehmen. „Unternehmen haben vergessen, kreativ zu sein. Deshalb fragt man uns an“, so Diemut Bartl selbstbewusst. „Ziel ist es, dass Kunden nach unserer Betreuung insgesamt innovativer arbeiten.“ Voraussetzung für die eigene Unternehmung sei eine große, breite kulturelle Basis mit einem guten Methodengerüst, bunten Teams und einer spielerischen Zusammenarbeit, „wo alles mögliche passieren kann.“

(WFM)


 


 

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