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  • 06.11.2014, 08:20 Uhr
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  • Münster / Hamburg
Luxemburg Leaks

Fragwürdige Steuerpraktiken enthüllt

Dokumente aus den Jahren 2008 bis 2010

Die Unterlagen stammen vorwiegend aus den Jahren 2008 bis 2010 und fallen damit in die Amtszeit des damaligen Premierministers Jean-Claude Juncker. Der heutige EU-Kommissionspräsident Juncker kündigte an, sich in die Ermittlungen nicht einzumischen. "Ich werde in den Fällen keinen Einfluss auf die Geschehnisse nehmen. Ich werde mein Amt nicht missbrauchen", sagte er dem NDR.

Luxemburgs amtierender Premierminister Xavier Bettel verteidigt die Steuerpolitik seines Landes. "Was Luxemburg gemacht hat, war okay", sagte er der SZ. Sein Land sei keine Steueroase. "Ich kann aber die Steuern nicht erhöhen, nur weil es dann meinen verschuldeten Nachbarländern besser geht", so der Premierminister.

Die betroffenen Konzerne betonten in Stellungnahmen, dass sie stets legal gearbeitet hätten. Die Unternehmensberatung PwC teilte mit, sie handele "in Übereinstimmung mit lokalen, europäischen und internationalen Steuergesetzen". Sie habe einen Fall von Datendiebstahl an die relevanten Behörden übergeben.

Bereits 2012 hatte der französische Journalist Edouard Perrin erstmals über einen kleinen Teil der Dokumente berichtet.

Das ICIJ wird den Datensatz ab sofort auf seiner Internetseite www.icij.org veröffentlichen.

(ots / NDR)


 


 

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