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  • 29.04.2015, 09:01 Uhr
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  • Münster / Münsterland
LVM-Versicherung Münster

Mehr als drei Millionen Fahrzeuge beim LVM versichert

Die LVM-Versicherung in Münster hält Anschluss an den örtlichen Mitbewerber Provinzial. Die Beitragseinnahmen haben im vergangenen Jahr erstmals die Marke von drei Milliarden Euro übersprungen. Vorstandschef Jochen Herwig erklärte, der LVM habe eines seiner erfolgreichsten Geschäftsjahre verzeichnet.

Bei kaum einer anderen Versicherung sind die Bundesbürger so wechselfreudig wie in der Kfz-Versicherung. Laut einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Yougov haben allein im vergangenen Jahr über zwei Millionen Deutsche ihren Anbieter gewechselt. Einer der wenigen Gewinner dieser Entwicklung ist die LVM-Versicherung.

Wie Vorstandschef Jochen Herwig am Dienstag erklärte, haben die Münsteraner 2014 trotz erneut gestiegener Beiträge über 80.000 Autofahrer als Kunden hinzugewonnen. Insgesamt seien inzwischen mehr als drei Millionen Fahrzeuge beim LVM versichert, so Herwig.

Neue Kunden in Kombination mit steigenden Beiträgen haben auch die Einnahmen des LVM in die Höhe schnellen lassen. Der Bereich Kraftfahrt wuchs im vergangenen Jahr um 9,3 Prozent – und damit stärker als alle anderen Sparten der Münsteraner. „Der Kraftfahrtbereich bleibt eine Schlüsselsparte“, sagte Herwig. Zum Vergleich: Die Branche wuchs hier im gleichen Zeitraum nur um 4,6 Prozent.

Die Versicherungsbranche hatte sich über mehrere Jahre einen Preiskampf geliefert, um über die Kfz-Versicherung Kunden zu gewinnen. Die Folge waren mitunter hohe Verluste in diesem Bereich. Als einer der ersten Versicherer hatte der LVM vor vier Jahren die Notbremse gezogen und kostendeckende Beiträge verlangt. Geschadet hat das nicht. Laut Herwig zählt der LVM zu den fünf größten Kfz-Versicherern in Deutschland. Um Platz eins rangeln die Huk-Coburg und die Allianz.

Zuwächse auch in allen übrigen Sparten

Zuwächse verzeichnet der LVM auch in allen übrigen Sparten. Unterm Strich steigerten die Münsteraner ihre Beitragseinnahmen im vergangenen Jahr um 6,4 Prozent und schafften erstmals den Sprung über die Hürde von drei Milliarden . Trotz der Schäden durch das Sturmtief „Ela“ und den Starkregen „Quintia“ stieg der Gewinn auf 153 Millionen . Die beiden Unwetter hatten den LVM im vergangenen Jahr rund 54 Millionen gekostet.

Die Wetterkapriolen bescheren den Versicherern jedoch auch neue Kunden. Allein im ersten Quartal 2015 seien die Einnahmen im Bereich Sachversicherung um sieben Prozent gestiegen, erklärte Herwig. „Vielen Kunden wird klar, dass sie auch Elementarschäden versichern müssen.“

Nachdem mehrere große Versicherer hier vorgeprescht waren, prüft allerdings auch der LVM inzwischen die Rentabilität von Altverträgen in der Wohngebäudeversicherung. Verträge, die durch wiederholte Schäden negativ seien, müssten saniert werden, betonte Herwig. Entscheidend sei hier neben der Schadenhöhe auch die Schadenhäufigkeit.

(Andreas Fier, WN)


 


 

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