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  • 11.10.2013, 13:14 Uhr
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  • Münster / Münsterland
LWL zu Provinzial

Suche nach Wegen unterhalb der Vollfusion

Im Zusammenhang mit den Fusionsverhandlungen der Provinzial-Versicherungen Rheinland und Nordwest hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag (11.10.) in Münster beschlossen, an der Rechtsform einer Aktiengesellschaft auch für die Holding eines zu fusionierenden Unternehmens festzuhalten.

Die Abgeordneten im LWL-Landschaftsausschuss sprachen sich mit großer Mehrheit bei einer Gegenstimme dafür aus, bis Ende des Jahres Wege zu prüfen, wie Synergien unterhalb der Vollfusion erzielt werden könnten. Der LWL ist mit 40 Prozent an der Provinzial Nordwest beteiligt.

Der Beschluss im Wortlaut

  1. Die Überlegungen und Gespräche zu einer Fusion von Provinzial NordWest Holding AG und Provinzial Rheinland Holding AöR werden begrüßt und unterstützt. Der Abschlussbericht des Vorprojektes hat bestätigt, dass eine Fusion von Provinzial NordWest- und Provinzial Rheinland-Gruppe einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung und Steigerung der Ertragskraft, der Wettbewerbsfähigkeit, der Arbeitsplätze und des Unternehmenswertes der Provinzial Nord-West-Gruppe leisten kann.
  2. Eine Fusion muss in der Summe auch den Eigentümern des Unternehmens Vorteile bieten, das Fusionskonzept muss wirtschaftlich, steuerlich, rechtlich und organisatorisch vertretbar sein. Deshalb darf das Beteiligungsrisiko des LWL im Zuge einer Fusion nicht steigen, es darf zu keiner Ausweitung der Haftung kommen.
  3. Der LWL hält an der bewährten Rechtsform der Aktiengesellschaft für die Holding eines potenziell zusammenzuführenden Unternehmens fest.
  4. Nach gegenwärtigem Stand stehen die unterschiedlichen Rechtsformen einer Vollfusion auf der Ebene der Management-Holding entgegen.
    Das durch die Verwaltung des LWL und der Vorstände festgestellte Ergebnis, dass eine Fusion von Provinzial Nordwest und der Provinzial Rheinland Gruppe einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung und Steigerung der Ertragskraft, der Wettbewerbsfähigkeit, der Arbeitsplätze und des Unternehmenswertes der Provinzial NordWest-Gruppe leisten kann, ist durch die Unverträglichkeit der Rechtsform nicht ungültig geworden.
  5. Beide Provinzial-Versicherungen operieren erfolgreich im Versicherungsmarkt. Um die Herausforderungen des Versicherungsmarktes bewältigen, die starken Marktstellungen behaupten, die Arbeitsplätze sichern und den Kundeninteressen auch künftig Rechnung tragen zu können, sind weitere Potenziale zur Stärkung der Ertragskraft und der Wettbewerbsfähigkeit zu erschließen.

Daher wird die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit dem Vorstand der Provinzial NordWest Holding AG nach Wegen zu suchen, wie Kosteneinsparungen und Synergien unterhalb des bislang favorisierten "Regio-Modells" (Vollfusion auf der Ebene Management-Holding) erzielt werden können.

Dabei sind sowohl Mischformen zwischen beiden Rechtsformen, als auch die im vorläufigen Abschlussbericht der Vorstände aufgezeigten weiteren Modelle einer intensivierten Zusammenarbeit als auch Möglichkeiten, innerhalb der PNW-Gruppe zu Kostenreduzierungen zu gelangen, zunächst überschlägig zu prüfen und hierüber in der Sitzung des Landschaftsausschusses am 20.12. 2013 zu berichten.

(LWL)


 


 

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