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  • 10.07.2013, 11:12 Uhr
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  • Münster & Münsterland
"Marke Münsterland"

Regionalprogramm soll Münsterland nach vorn bringen

Das Programm „Marke Münsterland“, unterstützt vom Regierungspräsidenten und dem Direktor des Landschaftsverbandes, soll auf den vier Aktionsfeldern Wirtschaft und Arbeit, Bildung und Wissenschaft, Familienfreundlichkeit und Lebensqualität sowie Klimaschutz und Umwelt die Stärken des Münsterlandes weiter ausbauen und neue Initiativen entwickeln, „damit unsere Region auch weiter im Aufwind bleibt“.

Das ist neu: Die vier Landräte der Münsterland-Kreise sowie Münsters Oberbürgermeister werfen ihr gesamtes politisches Gewicht in die Waagschale, um die Region Münsterland gemeinsam auf hohem Niveau zu halten und zukunftsfest nach vorn zu bringen.

Mit der Initiative „Marke Münsterland“ haben sich die sieben maßgeblichen politischen und administrativen Akteure der Region nun zu Wort gemeldet. „Die Stimme des Münsterlandes muss lauter werden, sie muss mehr Gehör finden“, forderte Coesfelds Landrat Konrad Püning bei der Präsentation des Programms in der Zentrale der Unternehmens Fiege am FMO. Und Warendorfs Landrat Olaf Gericke, mit Münsters OB Markus Lewe der Motor der gesamten Aktion, legte Klartext nach. „Es darf keine falsche Bescheidenheit mehr geben.“ Das Münsterland sei innovativ, familienfreundlich, jung und landschaftlich reizvoll; Pfunde, mit denen man wuchern könne. Aber: „Wer oben bleiben will, der muss etwas dafür tun“, beschrieb Gericke die Ausgangslage des Projektes.

Vernetzung von Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft

Und das ist wahrlich umfangreich. Im Bereich Wirtschaft und Arbeit soll die Vernetzung von mittelständischen Unternehmen mit Hochschulen und weiteren Kompetenzträgern vorangetrieben worden, referierte Borkens Landrat Kai Zwicker. Langzeitarbeitslose sollen durch gemeinsame Projekte zielgesteuert qualifiziert werden. Für den Bereich Bildung und Wissenschaft gab Münsters OB Markus Lewe die Zielvorgabe aus: „Wir wollen die führende Wissensregion Deutschlands werden, indem aus wissenschaftlichem Potenzial ökonomische Potenz wird.“ Auch die frühkindliche Bildung ist Baustein des Programms: So soll ein Forschungsprojekt gestartet werden, um Qualitätsstandards insbesondere im U3-Bereich zu entwickeln.

Regierungspräsident Reinhard Klenke berichtete zur Schullandschaft, dass in 2012 sieben neue Gesamtschulen genehmigt wurden, in diesem Jahr dürften es fünf weitere sein. „Die Region geht pragmatisch und aktiv die aktuellen Herausforderungen an.“, so Klenke.

„Tourismusförderung ist Wirtschaftsförderung“

Die Überschrift „Familienfreundlichkeit und Lebensqualität“ umspannt eine verbesserte Zusammenarbeit der Kreispolizeibehörden ebenso wie die Schaffung von Betreuungsangeboten für pflegebedürftige Angehörige. „Tourismusförderung ist Wirtschaftsförderung“, bilanzierte Steinfurts Landrat Thomas Kubendorff diesen Programmteil und stellte eine weitere Verbesserung bei Qualität, Service und Marketing in Aussicht. Eine gemeinsame Zukunftsstrategie wollen „Die Sieben“ als Konsequenz aus der Energiewende entwickeln. So soll der Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung im Münsterland bis 2030 auf 100 Prozent ausgebaut werden. Kubendorff: „Wir setzen dabei auf Bürgerwindparks; wenn an jeder Umdrehung mitverdient wird, wächst auch die Akzeptanz für die Anlagen.“

LWL-Direktor Wolfgang Kirsch attestierte dem hiesigen Kulturangebot einen Standard, „mit dem wir uns wahrlich sehen lassen können, national und bisweilen international“. Eine gebündelte und koordinierte Präsentation soll den Interessierten zukünftig einen schnellen Überblick über das gesamte regionale Angebot verschaffen.

„Dieses Programm ist eine Selbstverpflichtung, ein gemeinsames Bekenntnis, die Ziele sind selbstbewusst und klar. Nun sind alle Menschen aufgerufen, an der Profilierung der Marke Münsterland mitzuarbeiten“, fasste Landrat Olaf Gericke die Präsentation der politischen Initiative zusammen. „Der Auftakt ist gemacht, die eigentliche Arbeit beginnt aber jetzt erst.“

(Norbert Tiemann)


 


 

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