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  • 15.04.2015, 15:35 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Markenzeichen für Lebensmittel aus NRW

Neue Marke „NRW is(s)t gut“ jetzt auch im Münsterland

Grillfleisch gibt es passend zum Start der Saison nun auch mit einem Gütesiegel für kontrollierte Herkunft und Qualität aus Nordrhein-Westfalen. Anfang des Jahres ist die neue Marke „NRW is(s)t gut“ für regionale Lebensmittel gestartet, und die auf die Herstellung von Grillgut spezialisierte E&H Fleisch- und Wurstwaren GmbH aus Gronau ist der erste Nutzer der beiden neuen Markenzeichen im Münsterland.

Das Unternehmen vertreibt seine Produkte in zahlreichen Supermärkten der Region. In den Regalen erkennen Verbraucher die NRW-Ware von nun an leicht durch das auf den Verpackungen gut sichtbar angebrachte Produktzeichen. Es verbrieft zunächst die Herkunft aus Nordrhein-Westfalen. Für Schweinefleisch bedeutet dies, dass die Tiere in Deutschland geboren, ab der 15. Lebenswoche in NRW gemästet und auch hier geschlachtet und zum Endprodukt verarbeitet wurden. Zusätzlich bürgt es für eine stufenübergreifende Qualität, in diesem Falle den in der Fleischbranche verbreiteten QS-Standard.

Hinter dem Betriebszeichen als zweitem Markenzeichen steht das Konzept der „regionalen Verankerung“, das Transparenz, regionales Engagement, Rolle als Arbeitgeber und Verantwortung für Umwelt und Natur des jeweiligen Lebensmittelherstellers kommuniziert. E&H hat sich diese Auszeichnung unter anderem durch transparente Herstellungsverfahren, eine hohe regionale Wertschöpfung und übertarifliche Bezahlung der Mitarbeiter sowie Bau und Nutzung einer Photovoltaikanlage verdient. Bevor die Zeichen jedoch durch die Landesvereinigung der Ernährungswirtschaft Ernährung-NRW e.V. an E&H vergeben wurden, musste sich das Familienunternehmen mit etwa 30 Mitarbeitern zunächst der Kontrolle durch ein neutrales Prüfinstitut unterziehen, das auch die weitere Einhaltung der Markenkriterien regelmäßig überprüft.

Für E&H-Geschäftsführer Bruno Eichhorst war die Nutzung der neuen Marke eine klare Sache: „Auf Regionalität und Qualität haben wir schon seit der Unternehmensgründung immer Wert gelegt. Nun findet diese Philosophie ihren Ausdruck auch gut sichtbar auf unseren Verpackungen.“ Am gestrigen Dienstag überzeugten sich davon zahlreiche Vertreter des Handels und der Fleischbranche vor Ort, denn das Unternehmen hatte zur Produktionsbesichtigung eingeladen.

Entwickelt wurde die neue Marke seit 2012 im Rahmen eines durch die Landesregierung und EU geförderten Projekts durch einen Verbund von sechs Partnern, zu dem auch die Universität Bonn, der Fleischerverband NRW und der Münsterland e.V. gehören. Ziel war es, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Lebensmittelwirtschaft durch ein neues Markenkonzept zu stärken und Verbrauchern die Identifikation regionaler Produkte durch eine eindeutige Kennzeichnung zu erleichtern.

Da Regionalität auf lange Sicht der bestimmende Trend in der Lebensmittelbranche bleiben wird, hat „NRW is(s)t gut“ ausgezeichnete Chancen, sich am Markt zu etablieren. Derzeit werden weitere Unternehmen als Markennutzer gewonnen und die zunächst mit Fleisch, Eiern, Obst und Gemüse gestartete Produktpalette erweitert. Auf Regionalität bedachte Verbraucher sollten also in Zukunft vermehrt Ausschau nach den neuen Markenzeichen halten.

(Redaktion)


 


 

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