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  • 21.11.2014, 09:12 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Marketing und IT verstärken

Studie über Wirtschaftsentwicklung und Investitionen münsterischer Unternehmer

Münsterische Gewerbetreibende, Freiberufler und Handwerksbetriebe mit einem Jahresumsatz bis 2,5 Millionen Euro schauen optimistischer ins Jahr 2015 als der Bundesdurchschnitt. Investitionen fließen vor allem in Marketing, IT und Personal. Dies ist ein Ergebnis der von der Commerzbank in Auftrag gegebenen Geschäftskundenstudie 2014 des Meinungsforschungsinstituts Ipsos, die am Donnerstag vorgestellt wurde.

„Die wirtschaftliche Lage ist aktuell bei der Mehrheit gut“, erklärte Holger Walter, Mitglied der Geschäftsleitung Privat- und Geschäftskunden der Region Münster. „Fast 80 Prozent erwarten auch für das kommende Jahr eine stabile und positive Entwicklung ihrer wirtschaftlichen Lage.“

Nur ein Fünftel geht von einem Rückgang im kommenden Jahr aus, wie aus der Studie hervorgeht, in der Unternehmer zur wirtschaftlichen Entwicklung, zu Risikoeinschätzungen, Investitionen, Finanzierung und Zahlungsmoral der Kunden befragt wurden. Immerhin 47 Prozent der Gewerbetreibenden, Freiberufler und Handwerker beurteilten die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Branche im laufenden Jahr als sehr gut und weitere 40 Prozent als gut. „Ein Spitzenwert in Deutschland“, wie die Leiterin der Geschäftskundenbetreuung bei der Commerzbank, Silke Feldmann, betont.

Fehlende Aufträge, nicht zahlende Kunden

Allerdings werden auch Risiken gesehen. So befürchtet jeder Fünfte fehlende Aufträge, nicht zahlende Kunden (16 Prozent) und fehlende Rücklagen für den Ruhestand (12 Prozent) sowie eine nicht geregelte Unternehmensnachfolge (12 Prozent, im Bundesdurchschnitt nur 7 Prozent). Einen Fachkräftemangel fürchten die Münsteraner mit 8 Prozent deutlich weniger als im Bundesdurchschnitt (22 Prozent).

Investieren wollen die befragten Unternehmer vor allem ins Marketing (50 Prozent) sowie in den IT-Bereich (43 Prozent). Auffallend ist laut Feldmann, dass die münsterischen Geschäftskunden „bislang die Hälfte der getätigten Gesamtinvestitionen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb finanzieren“ und 13 Prozent aus Rücklagen. Nur 17 Prozent finanzieren über Kredite und Leasing , im Bundesdurchschnitt sind es 24 Prozent. Vor dem Hintergrund der historisch niedrigen Zinsen, könnten allerdings viele Geschäftskunden frühzeitig über Kreditfinanzierungen Wachstumschancen nutzen, unterstrich Walter.

Denn bislang, dies hat die Studie ebenfalls ergeben, sind 60 Prozent der Geschäftskunden kaum per Internet aktiv. „Sie erledigen höchstens ein Drittel ihrer Geschäftstätigkeit über das Internet beziehungsweise mobile Kanäle“, fasst Silke Feldmann zusammen. Vor allem der Vertrieb und die Verwaltung nutzten diese Kanäle.

(Karin Höller-Zwilling, WN)


 


 

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