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  • 17.08.2015, 12:05 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Mehr Rechtssicherheit gefordert

Handwerkskammer Münster vermittelt Flüchtlinge in Ausbildung

Handwerksbetriebe, die Flüchtlinge ausbilden wollen, können sich an die Handwerkskammer Münster wenden. Im Rahmen des Projektes „Ausbildung von Flüchtlingen in deutschen Handwerksbetrieben“ vermittelt die Kammer bis 30. September junge Flüchtlinge aus Krisenregionen, die einen gesicherten Aufenthaltsstatus haben und die erforderliche Ausbildungsreife besitzen. Die Betriebe und Lehrlinge werden während der gesamten Ausbildung von der Kammer betreut und beraten.

Ziel des vom Bundesentwicklungsministerium geförderten Projektes ist es, dass die Flüchtlinge ihre erworbene berufliche Qualifikation nach einer eventuellen, freiwilligen Rückkehr in ihre Heimat für den Wiederaufbau nutzen. Deshalb sind insbesondere Betriebe aus dem Bau- und Ausbaugewerbe, Metallbau, Kfz-Gewerbe und Gesundheitsberufe angesprochen.

Bei der Handwerkskammer können sich aber auch Unternehmen anderer Handwerksbranchen im Münsterland und der Emscher-Lippe-Region melden. Sie verfügt nach sieben Jahren Arbeit im Münsteraner Flüchtlingsprojekt „Mamba“ über Expertenwissen zur Ausbildungsvermittlung von Flüchtlingen und ist auf Anfrage auch über das aktuelle Projekt hinaus tätig.

Die Handwerkskammer fordert mehr Rechtssicherheit für die Ausbildung von Flüchtlingen. „Handwerksunternehmer erwarten, dass alle jungen Flüchtlinge, die ausgebildet werden, bleiben dürfen und unabhängig von ihrem Alter auch nach der Ausbildung mindestens zwei Jahre ein Aufenthaltsrecht bekommen. Denn die Betriebe gehen mit der Ausbildung auch ein Kostenrisiko ein“, betont Kammerpräsident Hans Hund. Darüber hinaus stehe vielen unbegleiteten Minderjährigen der Weg in die duale Ausbildung aufgrund aufenthaltsrechtlicher Einschränkungen in der Regel faktisch nicht offen. Für diese Integrationsaufgabe gebe es weiteren rechtlichen Handlungsbedarf.

Handwerksbetriebe und interessierte Flüchtlinge können sich bei der Handwerkskammer an Michael Wichtrup wenden, Telefon 0251.705-1334.

(HWK Münster)


 


 

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