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  • 14.05.2013, 10:59 Uhr
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  • Münster/Meppen
„MEP-Center“ in Meppen

Ein Kreativkai im Kleinen

Am 16. Mai wird in Meppen das MEP-Center eröffnet. Ein Einkaufszentrum direkt am Dortmund-Ems-Kanal, das vom Architekturbüro „Maas und Partner“ aus Münster entworfen und gebaut wurde. 50 Millionen Euro wurden in den Bau investiert.

Während der Stadt Münster die große Baustelle am Dortmund- Ems-Kanal noch bevorsteht, ist sie 100 Kilometer weiter nördlich fast abgeschlossen: Das münsterische Büro „Maas und Partner“ hat im Herzen von Meppen ein neues Einkaufszentrum direkt am Kanal entworfen und gebaut, das am 16. Mai eröffnet werden soll. Das „MEP-Center“ dürfte der Kreisstadt des Emslands neue Impulse geben.

In Meppen kommen die Flüsse Ems und Hase im Kanalbett des Dortmund-Ems- Kanals zusammen. Diese exponierte Lage am Wasser ist von der Stadtplanung bislang kaum bedacht worden. Der Architekt und Projektleiter Teemu O. Lorenz aus Münster krönt deshalb den Komplex mit einem besonders prägnanten Baukörper, der als „Diamant“ das Funkeln der Wasseroberfläche aufgreifen soll. Die Facettenstruktur der Metallfassade wird indirekt beleuchtet, also gehörig funkeln. Ursprünglich war sogar von einer Glasfassade die Rede.

Für das münsterische Büro, das sich bereits mit Einkaufszentren in Kassel, Bochum und Bremen empfohlen hat, ist das 50-Millionen-Objekt ein weiteres Aushängeschild. Für die Stadt Meppen handelt es sich vermutlich um die wichtigste Baumaßnahme seit dem Lückenschluss der A 31: Das MEP-Center verbindet die bisher etwas abseitige Bahnhofsgegend mit der historischen Altstadt und erweitert das Angebot des Einzelhandels am Ort ganz erheblich: Die 35.000-Einwohner-Stadt dürfte damit der Konkurrenz der benachbarten Einkaufsstädte Lingen und Rheine besser Paroli bieten können.

Die größte Herausforderung bestand darin, die große Baustelle mitten in der Stadt zu managen und zugleich die ansässigen Einzelhändler in dem neuen Einkaufszentrum unterzubringen, berichtet Lorenz. Für das „MEP-Center“ sind ganze Straßenzüge abgerissen worden, was im einzelnen nicht unproblematisch war. Die Lebensqualität des bislang etwas vernachlässigten Viertels dürfte nach der Eröffnung jedenfalls erheblich gesteigert werden. Die Rede ist von exklusivem „Wohnen am Wasser“ und von Außengastronomie am Ufer, die es in dieser Form in Meppen kaum gab.

Eine Art Kreativkai? „Im Kleinen“, sagt der Architekt bescheiden.

(Lukas Speckmann)


 


 

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