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  • 22.07.2013, 13:44 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Mietwohnungsmarkt

Familien mit geringen Einkommen haben in Herne, Bochum und Münster schlechte Karten

Familien mit geringen Einkommen leiden unter dem angespannten Wohnungsmarkt in Teilen Westfalens. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung gibt es in Herne, Bochum und Münster besonders wenige Wohnungen, die auch für arme Menschen erschwinglich sind.

Für die Studie wurde in den 100 größten deutschen Städten erstmals untersucht, wie viel Geld einer einkommensschwachen Familie übrig bleibt, nachdem sie ihre Miete bezahlt hat. Die Ergebnisse belegen deutliche Auswirkungen des Wohnungsmarktes auf das Familien-Budget.

So hat eine Familie mit zwei Kindern in Herne nach Abzug der Miete durchschnittlich nur noch 979 Euro im Monat zur Verfügung. Auch in Münster (1.040 Euro) und Bochum (1.050 Euro) bleibt ärmeren Menschen nach der Mietzahlung nicht mehr viel Geld zum Leben übrig. Ein Grund für die Misere: „Vielerorts herrscht ein erheblicher Mangel an Wohnungen, die für Familien geeignet und auch bei niedrigem Einkommen erschwinglich sind“, so die Bertelsmann Stiftung.

Bessere Situation in Witten und Iserlohn

Ganz anders verhält es sich in Witten und Iserlohn. Dort gibt es genügend günstige und große Wohnungen, sodass Familien mit wenig Einkommen abzüglich der Mietkosten noch rund 1.750 Euro zur Verfügung haben.

„In mehr als jeder zweiten größeren Stadt erhöhen die Mietpreise das Armutsrisiko von Kindern“, fasst die Bertelsmann Stiftung das Ergebnis ihrer Studie zusammen. Das bundesweit schlechteste Wohnungsangebot für einkommensschwache Familien gibt es in Jena, Frankfurt/Main und Freiburg.

(Westfalen heute)


 


 

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