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  • 24.08.2015, 16:00 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Münster als Start-up-Labor

Wirtschaftsminister Duin regt Bewerbung um Gründer-Zentrum an

Sie sollen Motor einer neuen wirtschaftlichen Entwicklung werden, gelten als Sinnbild einer neuen Mentalität: Gründer, die ihre Ideen in Start-ups verwirklichen. Münster beherbergt schon jetzt viele dieser jungen Unternehmen. Die Stadt könnte sogar ein Hort für Gründer werden, malt NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin aus.

Uni und Fachhochschule, Experten und bestehende Netzwerke sowie die Nähe zum Mittelstand bilden nach seiner Darstellung das ideale Umfeld für einen solchen Knotenpunkt. „Münster hat sehr gute Chancen, ein solches Labor zu eröffnen“, lockte Duin am Freitagabend bei einer Diskussionsrunde der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik in den Räumen der Unternehmensgruppe Aschendorff.

Es ging um die Frage, wie fit der Wirtschaftsstandort für die Umbrüche durch die Digitalisierung ist. Duin: Die Stadt muss sich anstrengen, muss sich um eines der fünf Gründer-Zentren bewerben. „Diese ausgestreckte Hand werden wir gerne ergreifen“, so SPD-Oberbürgermeisterkandidat Jochen Köhnke.

Gründer, die in Münster Geschäftsideen erproben oder erfolgreich verwirklicht haben, suchten solche Möglichkeiten, berichtete Timo Broek, der für die Unternehmensgruppe Aschendorff Kontakt zu Start-ups aufbaut. Viele Gründer suchten einen Draht zu größeren Unternehmen. Ein Gewinn für beide Seiten: „Die Flexibilität, die ein Start-up hat, können große Unternehmen nicht aufbringen“, meinte Broek. Für das Medienhaus Aschendorff gehe es etwa um die Bewertung, in welche Nachrichtenkanäle investiert wird.

Ohne Netzwerke ist das münsterische Start-up Budelmann Elektronik gewachsen, so Geschäftsführerin ­Jeannine Budelmann. Heute baut die Firma mit zehn Mitarbeitern Steuersysteme. Budelmann betonte, an Hochschulen fehlten noch Experten für die Digitalisierung. Schüler und Studierende seien unzureichend vorbereitet. Für kleine Unternehmen existierten kaum Lösungen für digitalisierte Prozesse. Genau hier könne es helfen, wenn sich die Firmen vernetzen, sagte Duin.

(Hilmar Riemenschneider, WN)


 


 

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