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  • 23.10.2014, 10:49 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Münster lockt mehr als Asien

Trelock verlagert Produktion aus China in den Technologiepark

Die niedrigen Löhne in Asien haben ihre Magnetwirkung verloren. Der Fahrradzubehörhersteller Trelock will zwei Drittel seiner Produktion aus Asien nach Münster verlagern. Den Startschuss gab Geschäftsführer Andreas Rott am Mittwoch mit dem ersten Spatenstich für einen Neubau im Technologiepark am Johann-Krane-Weg – direkt gegenüber dem heutigen Firmensitz.

„Hier passiert etwas Historisches“, kommentierte Oberbürgermeister Markus Lewe. „Ab Juni nächsten Jahres soll im Neubau die Produktion anlaufen und bis 2017 die Zahl der Arbeitsplätze auf 130 wachsen“, kündigte Rott an.

Seit Ende der 70er-Jahre hatte das früher zur Winkhaus-Gruppe gehörende Unternehmen seine Produktion nach Singapur verlagert. Derzeit werden laut Rott an fünf Standorten in Taiwan und China vor allem Fahrradschlösser, Beleuchtung und Displays für E-Bikes hergestellt. Produktlinien, für die es künftig heißen soll: „made in Münster“.

Strategische Entscheidung

Eine strategische Entscheidung, wie Rott betont. Denn Fahrradhersteller suchten zunehmend die räumliche Nähe zu ihren Zulieferern. Die Furcht vor einer Kurssteigerung der chinesischen Währung beflügelte laut Rott zudem die Entscheidung, künftig vornehmlich in Deutschland zu produzieren.

Mithilfe der Wirtschaftsförderung wurde das 3500 Quadratmeter große Grundstück im Technologiepark erworben, der laut Wirtschaftsförderungschef Dr. Thomas Robbers inzwischen „zu 60 Prozent belegt ist“.

In den nächsten drei Jahren will das Unternehmen, das nach eigenen Angaben 20 Millionen Euro Umsatz im Jahr macht, hier fünf Millionen Euro investieren.

(Karin Höller-Zwilling, WN)


 


 

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