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  • 13.03.2014, 15:33 Uhr
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  • Münsterland
Münsterland-Reitroute

Chancen für die heimische Wirtschaft

Die Münsterland-Reitroute ist fertig! Auf der Reisemesse ITB in Berlin ist die rund 1.000 Kilometer lange münsterlandweiten Reitroute von den am Projekt beteiligten Kreises Borken, Coesfeld, Steinfurt, Recklinghausen, Steinfurt und der Stadt Münster bereits präsentiert worden. Dieses Reitwegenetz soll nun verstärkt Freizeit- und Wanderreiter in die Region und damit auch in den Kreis Recklinghausen locken.

Seit vier Jahren arbeitet der Münsterland e.V. an der Umsetzung des Programms „SchRitt für SchRitt – Parklandschaft erleben: Netzwerke ausbauen - Wertschöpfung heben“. Im Rahmen des Ziel.2-Wettbewerbs „Erlebnis.NRW“ hat der Regional-Marketingverein dafür 2,4 Millionen Euro ausgegeben, um durch Wegearbeiten, Ausschilderung, neue Anbindebalken und Rastplätze aber auch durch Qualifizierungsmaßnahmen Strecke und Infrastruktur auszubauen, sowie auch die zahlreichen bereits vorhandenen Betriebe, wie Gastronomie- und Kultureinrichtungen, miteinander zu vernetzen, sagt Michael Kösters, Vorstand des Münsterland e.V.

Träger der Münsterland-Reitroute sind die Kreise Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt und Warendorf sowie die Stadt Münster. Gemeinsam bilden sie den Lenkungsausschuss Pferderegion Münsterland, der ergänzt wird durch die Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN) und den Pferdesportverband Westfalen e.V. Bei der Planung wie auch Umsetzung des Projekts wurde ein breites Netz von regionalen Akteuren wie die Kreisreiterverbände, Reitvereine, Pferdebetriebe und touristische Leistungsträger mit einbezogen. Der Münsterland e.V. übernimmt die Koordination der gesamten Maßnahme, auch das überregionale Marketing und die Qualifizierung von Reitbetrieben und gastronomischen Betrieben werden durch den Verein organisiert.

Jährlicher Mehrumsatz von 4,6 Millionen Euro erwartet

Diese Investition soll der Tourismusbranche im Münsterland und dem Kreis Recklinghausen künftig einen jährlichen Mehrumsatz von 4,6 Millionen Euro bescheren. Schon jetzt sichern rund 100.000 Pferde in der Pferderegion Münsterland etwa 25.000 Arbeitsplätze.

Durch eine gut sichtbare Beschilderung ist die Orientierung im Gelände auch ohne Reitkarte besonders einfach. Nach einem Ausritt haben Pferd und Reiter die Möglichkeit, in den hiesigen Gaststätten und Ausflugslokalen einzukehren und in den Rast- und Reitstationen, die entlang der Münsterland-Reitroute ausgewiesen sind, einen „Boxenstopp“ einzulegen, erläutert Carsten Uhlenbrock, zuständiger Projektkoordinator bei Kreisverwaltung Recklinghausen und weist zudem auf die wirtschaftlichen Vorteile des Projekts hin:

„Die ortsansässigen Betriebe können durch die Münsterland – Reitroute eine Vielzahl von Kunden hinzugewinnen, gleichzeitig werden dadurch weitere Arbeitsplätze geschaffen.“ Der Kreis Recklinghausen ist mit Hotellerie, Gastronomie und Reitbetrieben bestens ausgestattet – „ein Angebot, das durch die weitere Vernetzung mit touristischen Angeboten sowie die ergänzende Qualifizierung rund ums Thema Pferd nun perfekt auf Reittouristen abgestimmt ist."

Erste Erfolge sichtbar

Erste Erfolge des Projektes werden bereits jetzt im Kreis Recklinghausen sichtbar. Die Pension Kühler an der Schulstr. in Marl bietet in Sichtweite der Münsterlandreitroute Übernachtungsmöglichkeiten für Reiter und Pferde an. Ihr "Bed & Box“ Angebot beschert ihr ein volles Haus. „Best-practice“ soll idealerweise weitere Betriebe ermuntern, sich Frau Kühler anzuschließen.

„Wir müssen dem Gast von morgen schon heute begegnen“, erklärt Marls Bürgermeister Werner Arndt. Die Potenziale des Reittourismus wolle man in Zukunft noch aktiver nutzen. „Der Reitsport und Reittourismus leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung ländlicher Strukturen und der dortigen Arbeitsplätze“, fügt Arndt an. Bestes Beispiel sei die Pension von Silvia Kühler. „Silvia Kühler wagte bereits vor acht Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit und hat ihr Angebot vor Ort mit beachtlichem Erfolg erweitern können“, lobt der Bürgermeister. Silvia Kühler sei zweifelsohne „Botschafterin für weitere nachhaltige Projekt im Pferdesporttourismus“. Auch Landrat Cay Süberkrüb sieht in dem Unternehmen Kühlers ein Vorbild. „Frau Kühler ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Münsterland-Reitroute für die regionale Wirtschaft tolle Chancen bietet", sagt Süberkrüb und ergänzt: "Der Kreis Recklinghausen ist mit den gut ausgebauten und abwechslungsreichen Reitwegen die richtige Anlaufstelle für alle Urlauber und ihre Pferde aus ganz Deutschland.“

Aktuelle Informationen werden auf der Homepage www.pferderegion-muensterland.de vorgestellt. Kartenmaterial gibt es kostenlos beim Münsterland e.V. unter 02571-949392 sowie bei den beteiligten Städten und Gemeinden. Im Internet stehen die Karten unter www.pferderegion-muensterland.de zur Verfügung und können im Geo-Atlas der Kreisverwaltung Recklinghausen auch interaktiv eingesehen werden.

(Redaktion)


 


 

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