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  • 11.04.2014, 09:15 Uhr
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  • Münster
Münsters Hafen wächst

Gläserner Firmensitz für Cronos auf der Südseite

Münsters Hafen verzeichnet eine weitere, spektakuläre Firmenansiedlung. Das Beratungsunternehmen Cronos errichtet auf der Südseite neben dem Flechtheim-Speicher ein gläsernes Bürogebäude.

Das alte Osmo-Gelände auf der Nordseite des Stadthafens ist noch immer eine Brache. Auf der Südseite indes tut sich um so mehr: Der Flechtheimspeicher wird umgebaut, etwas weiter östlich baut die Molkerei Söbbeke aus Gronau eine Biokäserei.

Wie jetzt bekannt wurde, geht es noch weiter: Die münsterische Beratungsfirma Cronos errichtet demnächst direkt neben dem Flechtheimspeicher ein markantes Bürogebäude – in Höhe des Hafenkrans.

Eva-Maria Möller, Mitglied der Geschäftsleitung, bestätigte auf Anfrage, dass die Verträge zum Erwerb des Stadtwerke-Grundstückes unter Dach und Fach seien. Jetzt gehe es um die Baugenehmigung.

Cronos beschäftigt rund 300 fest angestellte Berater und verfügt über sechs Niederlassungen in Deutschland. Ferner ist das Unternehmen in Österreich, Kanada und Indien präsent. Die Zentrale liegt an der Weseler Straße in Mecklenbeck.

Standort Münster überzeugt

Wegen der anhaltenden Expansion, so Möller, trage sich das Unternehmen seit einiger Zeit mit dem Gedanken eines Umzuges. „Wir haben auch überlegt, nach Düsseldorf zu gehen.“ Die verlockende Perspektive, sich am Stadthafen in Münster niederlassen zu können, „hat uns dann aber überzeugt“.

Cronos ist spezialisiert auf eine „Prozess- und IT-Beratung für Energieversorgungsunternehmen“, erklärt das Mitglied der Geschäftsleitung. Wegen der Energiewende müssten zahlreiche Unternehmen ihre Geschäftsmodelle überprüfen. Das beschert Cronos viele Aufträge. Die meisten Berater sind im Außendienst direkt beim Kunden tätig.

Der Neubau am Stadthafen erhält eine Tiefgarage mit rund 200 Plätzen. Einen Teil der Büroflächen möchte Cronos an andere Firmen vermieten. Auf diesem Wege sichert man sich eine „Ausbaureserve“.

Die enge Verbundenheit von Cronos mit Münster führt Möller unter anderem darauf zurück, „dass viele unserer Mitarbeiter in Münster studiert haben“.

Seit 20 Jahren ist der ehemalige Industriehafen ein Entwicklungsschwerpunkt der Stadt Münster. Auf der Nordseite hat sich der Kreativkai etabliert, auf der Südseite wurde lange um die Nutzung gerungen. Zwischenzeitlich gab es die Überlegung, im Flechtheimspeicher ein Hotel unterzubringen. Da dieses Gelände aber direkt an das Gaskraftwerk der Stadtwerke angrenzt, wurden schließlich Wohnnutzungen ausgeschlossen. Geplant ist jetzt, im Flechtheimspeicher Büros sowie das Wolfgang-Borchert-Theater unterzubringen.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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