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  • 03.06.2014, 10:09 Uhr
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  • Münster / Münsterland
„Nanobio-Europe“

Nano-Technologie erobert Medizin

Münster ist nach Einschätzung vieler Nano-Experten in Europa einer der wichtigsten Standorte für Erforschung und Anwendung der Nanotechnologie in der Medizin. Daher wundert es nicht, dass die „Nanobio-Europe“ seit 2004 in Münster stattfindet.

Herbert von Bose war bis vor Kurzem Direktor im Bereich Forschung und Innovation bei der EU-Kommission in Brüssel. „Die Themen lassen einen ja nicht los, bloß weil man in den Ruhestand tritt“, erzählt von Bose, während er, weiter als offizieller Vertreter der EU, in der oberen Etage des Messe- und Congress-Zentrums der Halle Münsterland zwischen Laborgeräten, hochauflösenden Kameras und Elektronenmikroskopen umherschlendert. Dort hat gerade die „Nanobio-Europe“ eröffnet. Zehn Jahre nach der Premiere dieser kleinen, aber für Forschung und Wirtschaft in Sachen Nanotechnologie bedeutenden Konferenz und Messe, ist es ein Jubiläumstreffen der Nano-Szene in Münster. Für den Ex-EU-Spitzenbeamten von Bose ist die Stadt „einer der Leuchttürme in Europa, besonders für den Bereich Nanobioanalytik“.

Nano-Messe seit 10 Jahren in Münster

Seit zehn Jahren, als die Messe erstmals – ebenfalls in Münster – stattfand, hat sich eine Menge getan in Sachen Nano: Damals ging es sehr stark um Forschung, jetzt sind viele Technologien in der Anwendung – in Münster vor allem im vor gut einem Jahr eröffneten Nanobioanalytik-Zentrum (NBZ) an der Heisenbergstraße, erläutert Dr. Thomas Robbers, Chef der münsterischen Wirtschaftsförderung.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze betont, dass Münster mit seinen Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Unternehmen eine beispiellosedichte Infrastruktur für nanotechnologischen Entwicklungen habe. Mit rund 20 Millionen Euro hat das Land diesen Bereich in den letzten Jahren gefördert.

Für Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe ist die Nano-Analytik ein Schwerpunkt der Wissenschafts-Allianz zwischen Stadt, Hochschulen und Wirtschaft. Lewe betont: „Die Stadt Münster muss so attraktiv sein, um Nano-Experten aus aller Welt hierher zu holen.“ Bei der Messe ist dies schon gelungen: 230 Fachleute aus 20 Ländern spinnen hier bis Mittwoch an den Nano-Netzwerken.

(Karin Völker, WN)


 


 

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