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  • 13.05.2015, 16:04 Uhr
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  • Münster / Essen
NATIONAL-BANK AG

Hauptversammlung beschließt Dividendensumme von 10,65 Mio. €

Etwa 1.000 Anteilseigner mit einer Stimmenpräsenz von knapp 70 % waren der Einladung der NATIONAL-BANK AG zur heutigen Hauptversammlung in die Philharmonie Essen gefolgt. Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns 2014. 98,7 % der Stimmen folgten dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, den Bilanzgewinn in Höhe von 10,65 Mio. € für die Zahlung einer Dividende von 0,80 € je Aktie zu nutzen.

Ausschüttungsquote 63% -  Dividende  0,80 € je Aktie

Dr. Thomas A. Lange, Vorsitzender des Vorstandes: "Unser Ziel ist und bleibt, für unsere Aktionäre dauerhaft eine attraktive Dividende zu erwirtschaften. Seit dem Jahr 2007, dem Beginn der Finanzkrise, haben wir rund 95 Mio. € an unsere Aktionäre ausgeschüttet. Das kann sich sehen lassen. Das Ergebnis belegt erneut die Stärke unseres ausschließlich kundengetragenen, konservativen und auf Nordrhein-Westfalen fokussierten Geschäftsmodells."

In seinem Vortrag erläuterte Lange ausführlich die von der Hauptversammlung mit großer Mehrheit beschlossene Anpassung der Dividende auf 0,80 € je Aktie nach 1,00 € je Aktie in den Vorjahren. Die Umfeldbedingungen an den Devisen- und Zinsmärkten hätten sich wieder verschärft. So habe die Schweizer Notenbank - trotz wiederholt gegenteiliger Bekundungen - abrupt die Wechselkursbindung des Franken zum Euro aufgehoben und die Europäische Zentralbank Wertpapierkäufe im Expanded Asset Purchase-Program getätigt. Hinzu trete die sich fortsetzende Krise in Griechenland sowie eskalierende Auseinandersetzungen in der Ostukraine mit ihren Auswirkungen auf die gesamtökonomische Entwicklung auch in Deutschland.

"Auch wenn der Jahresüberschuss der Bank eine höhere Dividende erlaubt hätte, wollen wir mit Blick auf das voraussichtlich noch lange anhaltende extreme Niedrigzinsniveau als konservative Kaufleute Vorsicht walten lassen. Mit dem Vorschlag bewegt sich die Bank unverändert in der Spitzengruppe der privaten Banken in Deutschland und liegt mit einer Ausschüttungsquote von 63% deutlich oberhalb der Erwartung der Aktionärsverbände von 50%. Außerdem entsprechen wir mit dem Dividendenvorschlag der Empfehlung der Bankenaufsicht, die der Finanzwirtschaft angeraten hat, Kapitalpositionen - auch wenn, wie bei der NATIONAL-BANK, die Vorgaben aus Basel III erfüllt sind - weiter zu stärken", betonte Lange.

Aufgrund einer weiterhin erfreulichen geschäftlichen Entwicklung der Bank in den ersten drei Monaten des Jahres 2015 bedarf es unter Berücksichtigung des Dividendenvorschlags keiner Anpassung des Kurses der Aktie. "Die im Vergleich zu den Vorjahren reduzierte Dividende hat bisher zu keinen erhöhten Aktienrückgaben geführt, das Kauforderbuch ist stabil. Das zeigt, dass unsere Eigentümer voll und ganz hinter dem Dividendenvorschlag stehen und: zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals konnten wir € 6,3 Mio. € den Gewinnrücklagen zuführen", ergänzte Lange.

Betriebsergebnis um 18% auf 32,3 Mio. € (Vj. 27,4 Mio. €) gesteigert

Lange erläuterte in seiner Rede an die Aktionäre das im Geschäftsjahr 2014 erzielte Ergebnis. "Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass die Europäische Zentralbank den Leitzins mit 0,05% und den Zins für die seitens der Banken bei ihr unterhaltenen Einlagen mit -0,2% festsetzt? Wer hätte gedacht, dass sich die Europäische Zentralbank mit mehr als einer Billion Euro einem der größten Ankaufprogramme der Geschichte verschreibt? Und wer hätte gedacht, dass die finanziellen Verhältnisse Griechenlands trotz mehrerer Hilfspakete unverändert vor dem Kollaps stehen? Das alles zeigt: Die Finanzkrise ist noch nicht vorbei. Nur die mediale Wahrnehmung hat sich geändert. Und trotzdem ist es uns gelungen, ein sehr erfreuliches Betriebsergebnis von 32,3 Mio. € (Vj. 27,4 Mio. €) zu erzielen. Maßgebend hierfür sind die insgesamt stabilen Erträge von 141,9 Mio. € (Vj. 140,5 Mio. €), unser straffes Management der Kosten sowie eine unauffällige Risikovorsorge. Der Jahresüberschuss beträgt aufgrund eines gegenüber 2013 deutlich niedrigeren außerordentlichen Ergebnisses sowie eines erhöhten Steueraufwandes 17,0 Mio. € (Vj. 19,5 Mio. €)."

Wirtschaftsprüfer Eberhard Kieser als Nachfolger für Dr. Jochen Melchior zum Mitglied des Aufsichtsrates gewählt

Herr Dr. Jochen Melchior hat im Einklang mit seiner langjährigen Planung sein Aufsichtsratsmandat mit Ablauf des 31. Dezember 2014 zur Verfügung gestellt. Lange: "Vorstand und Aufsichtsrat bedauern das Ausscheiden von Herrn Dr. Melchior sehr und danken ihm für sein 16-jähriges profundes und vielfältiges Engagement sowohl als Mitglied des Aufsichtsrates als auch als Mitglied des Risiko- und Prüfungsausschusses. Er hat sich um unsere Bank sehr verdient gemacht."

Herrn Dr. Melchior folgte im Rahmen der langfristigen Nachfolgeplanung des Aufsichtsrates Herr Wirtschaftsprüfer Eberhard Kieser, der auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat ab dem 1. Januar 2015 durch das Amtsgericht Essen bestellt worden war. Nunmehr wurde Herr Kieser von der Hauptversammlung mit 99,7 % bestätigt.

Reinhold Schulte, Vorsitzender des Aufsichtsrates: "Wir freuen uns außerordentlich, mit Herrn Kieser als ehemaliges Mitglied des Vorstandes des Prüfungsverbandes deutscher Banken e.V. eine menschlich und fachlich herausragende Persönlichkeit für unseren Aufsichtsrat gewonnen zu haben. Wir sind davon überzeugt, dass er aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Vorstandsmitglied des Prüfungsverbandes in der Prüfung von Banken wertvolle Impulse für unsere Aufsichtsratstätigkeit setzen und die Weiterentwicklung unserer Bank maßgeblich unterstützen wird."

Dr. Klaus Engel, Dr. Friedrich Janssen und Prof. Dr. Hans-Peter Keitel turnusmäßig für weitere drei Jahre in den Aufsichtsrat gewählt

Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Klaus Engel, Dr. Friedrich Janssen und Prof. Dr. Hans-Peter Keitel wurden turnusgemäß von der Hauptversammlung mit annähernd 100 % für weitere drei Jahre in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsratsvorsitzende unterstrich, dass ihre Wiederwahl Ausdruck von Verlässlichkeit und Kontinuität sei.

KPMG AG als Abschlussprüfer für 2015 bestätigt

Mit großer Mehrheit (99,5 %) folgte die Hauptversammlung dem Vorschlag, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer auch für das Jahr 2015 zu wählen. Im Rahmen der Erstprüfung für das Jahr 2014 hat die KPMG AG ihre Expertise in der Prüfung von Banken unter Beweis gestellt. Lange: "Mit neuen Prüfern, anderen Prüfungsschwerpunkten und Prüfungsmethoden konnte die aufsichtsrechtliche Positionierung unserer NATIONAL-BANK weiter gestärkt werden. Mit der KPMG AG haben wir einen außerordentlich qualifizierten und erfahrenen Partner an unserer Seite."


 


 

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