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  • 11.02.2015, 09:41 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Neue Hotels am Bahnhof Münster

Hoteliers verweisen auf sinkende Übernachtungszahlen und „verschärften Wettbewerb“

Die geplante Ansiedlung von zwei Hotels mit insgesamt 240 Zimmern an der Ecke Herwarthstraße/Von-Steuben-Straße nahe des Hauptbahnhofs stößt beim Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) auf Vorbehalte.

In einem Schreiben an Oberbürgermeister Markus Lewe weist der Verband darauf hin, dass mit der geplanten Investition „fast zehn Prozent mehr Hotelbetten auf dem Markt angeboten werden“. Vor dem Hintergrund sinkender Übernachtungszahlen zeichne sich eine „Verschärfung des Wettbewerbs“ ab. Es sei zu befürchten, „dass die individuelle, von familiengeführten Betrieben gekennzeichnete Hotellandschaft sich verändert“.

Zum Hintergrund: Im Januar war bekannt geworden, dass die Stadt Münster das rund 3000 Quadratmeter große Grundstück mit einem ungenutzten Gebäudekomplex an einen Investor verkaufen möchte, der dort ein Zwei-Sterne- sowie ein Vier-Sterne-Hotel bauen möchte.

Unterdessen ist Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier in einem Brief an die Ratsparteien noch einmal näher auf einige Details des Vergabeverfahrens eingegangen. Er reagierte damit auf eine Anfrage der Fraktion der Grünen im Rat, die sich irritiert gezeigt hatten, weil eine Hotellösung favorisiert wird, obwohl in der Ausschreibung davon die Rede war, dass ein Drittel der Flächen für Wohnungen ausgewiesen werden sollen.

Schaffung von Wohnraum an dieser Stelle „optional“

Reinkemeier weist darauf hin, dass laut Ausschreibung die Schaffung von Wohnraum an dieser Stelle „optional“ sei. „Es handelt sich bewusst um kein ,muss.“ Neben dem Sieger hätten zwei weitere Bewerber in ihren vorgelegten Konzepten auf das Element Mietwohnungsbau verzichtet. „Hieraus wird ersichtlich, dass die Formulierungen des Exposés gleichermaßen für beziehungsweise ohne Wohnen verstanden werden konnte.“

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury zu Gunsten der beiden Hotels sei gewesen, dass man sie als „umfeldverträglich“ erachte. Darüber hinaus könne von der neuen Nutzung eine „Belebung des Quartiers“ ausgehen, so der Stadtkämmerer weiter.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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