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  • 18.10.2013, 15:07 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Neue Initiative von Stadt und Uni

Von CARE zum "Inkubator" für die Lebenswissenschaften

Münster startet eine neue Initiative, um Fördermittel für den Transfer von der Grundlagen- zur anwendungsorientierten Forschung zu gewinnen. Die Voraussetzungen für den Schritt von der Wissenschaft zur produktiven Anwendung der Forschungsergebnisse sind in Münster gut, betonen übereinstimmend Oberbürgermeister Markus Lewe und die Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität, Prof. Dr. Ursula Nelles.

Nach der Entscheidung des Landes, das CARE-Projekt nicht zu fördern, wollen sie nun darauf hinwirken, dass auf breiterer Basis ein förderfähiger neuer Antrag gestellt werden kann, der auf den Forschungstransfer aus dem gesamten Bereich der Lebenswissenschaften abstellt. Mit diesem Ansatz kann auch das Anliegen des CARE-Projektes aufgegriffen und weitergeführt werden.

Stadt und Universität bedauern und respektieren die Entscheidung, dass CARE nicht gefördert wird. "Der Wissenschaftsstandort Münster ist gut aufgestellt. Wer sich im Nordwesten von Münster umschaut, sieht an vielen Stellen, wie sich Wissenschaft und Forschung in den zurückliegenden Jahren auch durch Neubauten unübersehbar im Stadtbild niedergeschlagen hat", sagte der Oberbürgermeister.

Forschungs- und Innovationspotenzial in Münster

Aus dem abschlägigen Bescheid des NRW- Wissenschaftsministeriums gehe hervor, dass es das Forschungs- und Innovationspotenzial in Münster ebenfalls als viel versprechend einschätze. OB Lewe: "Projekte wie CARE dürfen nicht abwandern. Sie sind wichtig für Münster. Das Land NRW steht in der Pflicht. Ich erwarte, dass das Land die ursprünglich für CARE vorgesehenen Mittel weiterhin für den Forschungsstandort Münster zur Verfügung zu stellt."

"Die Universität hält gemeinsam mit der Stadt an der Strategie fest, in Münster die Voraussetzungen zu schaffen, dass Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zur Anwendung gebracht werden können", sagte Rektorin Prof. Nelles. Nicht jeder Förderantrag könne erfolgreich sein, in der Wissenschaft sei das aus dem täglichen Geschäft bekannt. Viele Beispiele belegten aber, dass gerade Münster das Potenzial für den erfolgreichen Forschungstransfer habe. Die Universität werde auf einen erweiterten Förderantrag für den Bereich der Lebenswissenschaften hinwirken. Rektorin Prof. Nelles: "Ziel ist ein 'Inkubator' als eine Art Innovationszentrum, in dem auf Grundlagen- und Anwendungsforschung spezialisierte Forscher gemeinsam arbeiten. Wenn es mit CARE nicht funktioniert, wollen wir es gemeinsam mit einer Alternative probieren, die breiter aufgestellt ist und CARE einbezieht."

(Stadt Münster)


 


 

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