Weitere Artikel
  • 24.10.2013, 09:16 Uhr
  • |
  • Münster / Münsterland
Neues Institut in Münster

Helmholtz-Gemeinschaft finanziert Forschung nach neuen Stromspeichern

Münster erhält eine weitere Spitzenforschungseinrichtung. Die Helmholtz-Gemeinschaft, die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands mit einem Jahresbudget von 3,8 Milliarden Euro, wird hier ein neues Institut zur Erforschung von innovativen Methoden der Energiespeicherung finanzieren.

Am Mittwoch konnte man im „Meet“-Batterieforschungszentrum einen „richtig glücklichen“ Chef treffen. Martin Winter, Professor der Universität und Leiter des Instituts, darf sich über einen buchstäblichen Energieschub für seine Forschung freuen. Die Batterieforschung in Münster bekommt ab dem kommenden Jahr Verstärkung durch eine im Wesentlichen vom Bund finanzierte Spitzenforschungseinrichtung.

HIMS -  Helmholtz-Institut Münster

Nach dem zweitägigen Besuch einer international besetzten Gutachterkommission stand am Dienstagabend fest: Die Helmholtz-Gemeinschaft finanziert in Münster ein neues Institut zur Erforschung innovativer Energiespeicher-Technologien. Der Helmholtz-Senat hatte das Konzept bereits zuvor positiv bewertet. Die Organisation finanziert nun das mit dem „Meet“ (Münster Electrochemical Energy Technology) der Uni Münster, dem Forschungszentrum Jülich und der RWTH Aachen kooperierende „Helmholtz-Institut Münster“, kurz HIMS, künftig mit 5,5 Millionen Euro jährlich. Darüber hinaus zahlt das Land NRW in den kommenden fünf Jahren elf Millionen Euro Anschubfinanzierung. „Wir sind sehr froh über die Entscheidung der Helmholtz-Gemeinschaft, in NRW eine weitere Einrichtung zu gründen“, sagt Christine Dusch, Sprecherin des Wissenschaftsministeriums. Die Entscheidung, das Institut in Münster anzusiedeln, fuße auf der Kompetenz, die hier durch das „Meet“ bereits vorhanden sei.

Martin Winter hat das Konzept des Instituts in den vergangenen zwei Jahren intensiv vorangetrieben, er wird nun Gründungsdirektor der neuen Einrichtung, bleibt aber Professor der Uni Münster und Leiter des „Meet“. Zwei Professuren mit 30 bis 40 Mitarbeitern sollen zunächst im Helmholtz-Institut Münster tätig werden, weitere etwa 30 in Jülich und Aachen, skizziert Winter. Die Aufgabe der Wissenschaftler ist, so Winter, die Lösung einer drängende Zukunftsfrage: „Wie kann Strom angesichts der durch erneuerbare Energien stark schwankenden Erzeugung gespeichert werden?“ Im Fokus der Forscher steht dabei der Elektrolyt, also der Ionen-Leiter, der in Batterien den Stromfluss zwischen Plus- und Minus-Pol erst möglich macht. Die Forscher sollen in einem bisher noch nicht genutzten Gebäudeteil des neuen Pharma-Campus, gleich neben dem „Meet“, arbeiten.

Über die Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands mit einem Jahresbudget in Höhe von 3,8 Milliarden Euro und 34.000 Mitarbeitern. Gefördert wird Grundlagenforschung mit Anwendungsanspruch. Die Einrichtungen werden zu 90 Prozent vom Bund, zu zehn Prozent von den Ländern gefördert. Die Helmholtz-Gemeinschaft unterhält 18 große Forschungs-Zentren in Deutschland, darunter etwa das Deutsche Institut für Luft und Raumfahrt in Köln oder das Forschungszentrum Jülich. Außerdem fördert Helmholtz Institute, die mit Universitäten kooperieren. Das Institut Münster ist das siebte bundesweit.

(Karin Völker)


 


 

Helmholtz
Institut
Münster
Forscher
Batterieforschung
Einrichtungen
Meet

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Helmholtz" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: