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  • 29.11.2013, 09:37 Uhr
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  • Münster
Nordseite Stadthafen Münster

Investoren-Wettbewerb zur Hafen-Entwicklung bis Mitte 2014

In die Entwicklung der Nordseite des Stadthafens kommt Bewegung. Bereits zur Jahresmitte 2014 soll ein Investorenwettbewerb für das Osmo-Gelände abgeschlossen sein, das sich aktuell noch im Besitz der Stadtwerke befindet. Dies geht aus einer Verwaltungsvorlage hervor, über die der Rat in seiner letzten Sitzung vor der Weihnachtspause am 11. Dezember entscheiden wird.

Zudem sollen städtebauliche Wettbewerbe für die Grundstücke Hafenstraße 30, das der Coppenrath-Verlag erhalten soll, und Hafenstraße 46/48, an dem die Kuhr Immobilienbesitz GmbH Interesse hat, durchgeführt werden.

Im Mittelpunkt steht der Bereich dazwischen, auf dem sich unter anderem die schon seit Längerem wegen Einsturzgefahr für die Öffentlichkeit gesperrten Osmo-Hallen befinden (Hafenstraße 34 bis 44). In der Auslobung für den Investorenwettbewerb wird der Verkehrswert dieses rund 10.500 Quadratmeter großen Areals auf 5,4 Millionen Euro beziffert. Stadt und Stadtwerke streben laut Vorlage an, das gesamte Areal an einen Investor zu veräußern.

„Attraktives Gebäudeensemble mit optimaler Erschließung“

Die Bieter sollen nach den Wünschen der Verwaltung ein „attraktives Gebäudeensemble mit optimaler Erschließung“ entwickeln. Das Konzept solle „ohne modischen Einflüssen zu unterliegen“ kreativ und zukunftsweisend ausfallen. In den Vorgaben ist eine vier- bis sechsgeschossige Bebauung vorgesehen. Wohnnutzung solle es nur „ausnahmsweise“ geben, reine Wohngebäude seien daher nicht erwünscht.

Ersatzstandorte für Diskotheken auf der Südseite

Die Osmo-Hallen stehen zwar nicht unter Denkmalschutz, die historische Bausubstanz bilde jedoch „ein prägendes und identitätsstiftendes Element“ des Quartiers, heißt es weiter. Die Entscheidung für oder gegen deren Erhalt bzw. Teilerhalt liege bei den Bietern. Ein Abriss müsse jedoch „überzeugend“ begründet werden. Die Diskothek „Heaven“ und der „Coconut Beach“ sollen laut Vorlage auf Ersatzstandorte auf der Südseite des Stadthafens umgesiedelt werden, von dem sich das Gefahrgutlager Lehnkering bis Ende 2016 zurückziehen wird.

Der Hafenweg im Bereich der heutigen Osmo-Hallen soll künftig nicht mehr überdacht und vor allem Fußgängern und Radlern vorbehalten sein. Die Uferpromenade soll bis zum Dortmund-Ems-Kanal als Fuß- und Radweg ausgebaut werden. Pkw-Stellplätze müssen bevorzugt in Tiefgaragen untergebracht werden.

(Martin Kalitschke, WN)


 


 

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