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  • 10.12.2013, 09:12 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Noten nicht entscheidend

Unternehmen sollen in die Schulen gehen

Ein Plädoyer für die duale Ausbildung hat Guntram Schneider, NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales am Montagabend vor Mitgliedern der Handwerkskammer Münster gehalten.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung im Weiterbildungszentrum Haus Kump stand thematisch die Integration von Migranten in das deutsche Ausbildungs- und Erwerbssystem.

Schneider forderte: „Wir brauchen eine Willkommenskultur.“ Betriebe und Ausbilder dürften sich gerade in Hinblick auf Sprachkenntnisse nicht von schlechten Noten abschrecken lassen, sondern müssten den ganzen Menschen sehen, sagte er. Bestätigt wurde er von Mehmet Yasar und Ayhan Pür. Die beiden gebürtigen Türken führen jeweils eigene Unternehmen. In diesen setzen sie auf die Ausbildung junger Fachkräfte. Noten sind für sie bei der Einstellung von Auszubildenden nachrangig. Yasar beschäftigt sogar einen Förderschüler. „Der hängt zwar schulisch hinterher, ist aber fachlich sehr gut“, betont der Feinmechanikermeister.

Genau diese Einstellung will Schneider bei Ausbildungsbetrieben fördern, um einem zukünftigen Fachkräftemangel im Handwerk entgegenzuwirken. Die Migranten, so Schneider, sind wichtige Arbeitskräfte, die in Deutschland benötigt werden. Die Gründe, die er anführte, waren nicht integrations-, sondern wirtschaftspolitischer Natur. Denn die Zahl der Ausbildungsverhältnisse ist rückläufig. Deswegen forderte Schneider Unternehmer auf, bereits während der Schulzeit aktiv auf Deutsche wie Migranten zuzugehen.

(Mirko Heuping, WN)


 


 

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