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  • 01.12.2015, 09:09 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Steinfurt
„Notmaßnahme“ im Kreis Steinfurt

Einmalige Bürgschaft zum Erhalt der Krankenhaus-Standorte Steinfurt und Emsdetten

Mit der Bewilligung einer einmaligen Bürgschaft in Höhe von bis zu 2,5 Millionen Euro leistet der Kreis Steinfurt einen Beitrag zum Erhalt der Krankenhaus-Standorte Steinfurt und Emsdetten. In seiner Sitzung am heutigen Montag stimmte der Kreistag einstimmig für diese Unterstützung – aber nur für den Fall, dass das Land Nordrhein-Westfalen den Kreis Steinfurt anweist, die Krankenhausversorgung sicher zu stellen.

„Der Kreistag hat seine Verantwortung wahrgenommen“, freut sich Landrat Dr. Klaus Effing über das einstimmige Votum.

„Der Kreis denkt insbesondere an die Bürger, Patienten und Mitarbeiter des Krankenhauses in Steinfurt-Borghorst“, unterstreicht Dr. Effing und macht gleichzeitig deutlich: „Der Ablauf des bisherigen Verlaufs des Insolvenzverfahrens muss sehr nachdenklich stimmen.“ Jetzt gehe es um Notmaßnahmen, um die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.

Der Landrat stellt darüber hinaus klar: „Wir werden das stationäre System stützen, stabilisieren und dann die Standorte Emsdetten und Steinfurt wieder an die eigentlich Zuständigen geben. Ohne die Bereitschaft des Universitätsklinikums Münster (UKM) und des Bistums Münster hätte das Krankenhaus Steinfurt jetzt schließen müssen. Diesen beiden Verantwortungspartnern danke ich ausdrücklich."

Sicherheit für das UKM

Die Bürgschaft schaffe Sicherheit für das UKM. „Ich bin überzeugt, dass das UKM die Standorte Emsdetten und Steinfurt zügig fachlich und wirtschaftlich gut aufstellen wird, so dass beide Standorte langfristig gesichert sind“, so Dr. Effing. Der Kreis Steinfurt werde sich dafür einsetzen, auch den Standort Emsdetten im Bettenplan zu halten. Zunächst könne Emsdetten als Betriebsstätte für eine große Fachabteilung genutzt werden. Um diesen Ankermieter könnten sich weitere Gesundheitsangebote ansiedeln.

Der Kreis hat mehrere Wochen intensiv mit dem Land NRW über die Ansiedlung der Psychosomatik in Emsdetten verhandelt. Trotz fachlicher Bedenken hat das Land dem Vorschlag des Landrates zugestimmt. „Dies war der einzige Weg, Emsdetten zunächst als Betriebsstätte zu retten“, so Landrat Dr. Effing.

Der Kreistag hat die Kreisverwaltung darüber hinaus beauftragt, darauf hinzuwirken, dass für die Krankenhaus-Standorte Emsdetten und Steinfurt ein Gutachten zum Investitionsbedarf erstellt wird.

(Kreis Steinfurt)


 


 

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