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  • 04.06.2014, 13:34 Uhr
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  • Münsterland / NRW
NRW-Steuern

Entwicklung der Grundsteuer B in kreisfreien NRW-Städten

Welche Großstadt kassiert ihre Hauseigentümer so richtig ab bei der Grundsteuer B – vielleicht die noble Landeshauptstadt? Der Bund der Steuerzahler (BdSt) NRW hat die Entwicklung der Grundsteuer B seit 2000 unter die Lupe genommen und eine Überraschung erlebt.

Nicht Düsseldorf, sondern Hagen ist bei der Grundsteuer B unter den 23 kreisfreien Städten am teuersten. Mit 750 Prozentpunkten gibt es keine andere Großstadt zwischen Rhein und Weser, die höhere Steuersätze für das Wohnen beschlossen hat. Von 2000 bis 2014 stieg hier die Grundsteuer B von 495 auf 750 Prozentpunkte. Damit ist der Hebesatz um 52 Prozent gestiegen. Ein höheres Wachstum gibt es unter den kreisfreien Städten in NRW nur noch in Duisburg. Zwischen 2000 und 2014 hat der Stadtrat die Wohnsteuer von 450 auf 695 Punkte erhöht – ein Plus von 54 Prozent.

Auch Münster hat laut der Auswertung des BdSt NRW seit dem Jahr 2000 um 140 Punkte zugelegt, was einem Plus von 41 Prozent entspricht. Mit einem Grundsteuer-Hebesatz von derzeit 480 liegt Münster aber unterhalb des NRW-Durchschnittswerts von 562 Prozent. Niedriger liegen nur noch Krefeld (475) und Düsseldorf (440). Die kreisfreien Städte mit den höchsten Hebesätzen sind Hagen (750), Duisburg (695) und Wuppertal (620).

„Grundsteuer B ist eine Volkssteuer“

„Die Grundsteuer B ist eine Volkssteuer, die jeden trifft – und das unabhängig von seinen finanziellen Möglichkeiten“, kritisiert BdSt-Vorsitzender Heinz Wirz. „Die Landesregierung wäre gut beraten, ihren Worten von sozialer Gerechtigkeit endlich Taten folgen zu lassen und mit einer Grundsteuer B-Bremse dafür zu sorgen, dass die Belastung von Hauseigentümern und Mietern nicht unaufhörlich steigt.“

Vorbildlich ist die Situation in Düsseldorf. Hier wohnt es sich, steuerlich betrachtet, im Vergleich zu anderen kreisfreien Städten am günstigen. Der aktuelle Hebesatz beträgt 440 Prozentpunkte und ist heute sogar niedriger als im Jahr 2000. Damals mussten Mieter, Hauseigentümer und Grundstücksbesitzer noch einen Hebesatz von 490 Punkten verkraften. Damit ist die Landeshauptstadt die einzige der kreisfreien Städte, die ihre Mieter und Hauseigentümer entlastet. In allen anderen Großstädten ist die Wohnsteuer heute höher als zu Beginn des Jahrtausends.

(BdSt NRW, Redaktion )


 


 

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