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  • 12.09.2012, 12:23 Uhr
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  • Kreis Borken / Velen
Ökoprofit

Stadt Velen ist auf dem Weg zum Gütesiegel „Ökoprofit-Betrieb"

Die Stadt Velen möchte als erste Kommune im Kreis Borken "Ökoprofit-Betrieb" werden. Das Gütesiegel hilft Umweltschutz und Einsparungen zu verbinden.

Aus diesem Grund hat sich jetzt Bürgermeister Dr. Christan Schulze Pellengahr mit dem Energieteam seiner Behörde eigens einer besonderen Prüfung gestellt. Als Prüfteam tätig waren dabei Franz-Josef Tenbensel (Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen), Heiner Buß (Heidener Bürgermeister), Thomas Venhorst (ServiceGmbH der Kreishandwerkerschaft) und Edith Gülker (Klimaschutzbeauftragte des Kreises Borken). Vor Ort machten sie sich ein Bild davon, wie die Stadt Velen Umweltschutz und Kosteneinsparungen verbindet.

Dabei setzt sich die Stadt Velen zum Ziel, Einsparungen in verschiedenen Bereichen zu erzielen: Mehr als 9.000 Euro, 46.000 kwH Energie und 26 t CO2 wird sie durch folgende Maßnahmen pro Jahr einsparen: Auf dem Dach der Andreas-Grundschule wurde eine Photovoltaikanlage installiert, nachdem das gesamte Schulgebäude eine umfassende energetische Sanierung erfahren hat. Dass die Dachgeschossdecke des Rathauses jetzt gedämmt ist, spürten die "unter dem Dach beheimateten" Beschäftigten der Bauverwaltung in den vergangenen Wochen bereits sehr deutlich, war es dort in den letzten heißen Sommertagen im Gegensatz zu früheren Hitzeperioden doch angenehm kühl. Auch die alte Beleuchtung im Eingangsbereich des Rathauses und in der Thesingbachhalle ist energiesparenden Leuchtkörpern gewichen.

"Ökoprofit" ist ein betriebliches Beratungs- und Zertifizierungsprogramm. Es fördert den Einsatz von integrierter Umwelttechnik und eignet sich vor allem für mittelständische Unternehmen. Umweltschutz um jeden Preis ist dabei nicht das Ziel. Vielmehr erwerben die Teilnehmer Wissen, analysieren ihre Betriebsabläufe, nutzen das Fachwissen der Berater und tauschen Erfahrungen aus. Umweltschutz und Kosteneinsparungen stehen im Vordergrund. "Damit gehen sie schon den ersten Schritt auf dem Weg zum Umweltmanagementsystem", erklärt Hubert Grothues, Leitender Kreisbaudirektor des Kreises Borkener, der das Projekt begleitet hat.

"Ökoprofit" wurde 1991 in Graz entwickelt und bereits in rund 80 deutschen Städten erfolgreich durchgeführt. Kreis Borken und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken sind Träger der zweite Ökoprofit-Runde im Westmünsterland. 80 Prozent der Kosten trägt das Land NRW. Zusätzliche Förderung kommt von der VR Bank Westmünsterland und weiteren Volksbanken im Kreis.

(Redaktion)


 


 

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