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  • 23.04.2014, 10:23 Uhr
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  • Münsterland / Gronau
Ölschaden im Venn

Deutschlandweit einzigartige Lecks kosten Unternehmen schon jetzt Millionen

Die Ursache für die Ölaustritte im Umfeld einer Ölkaverne der Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen (SGW) liegt weiter im Dunkeln. Und an eine schnelle Aufklärung glauben selbst Experten nicht.

„Ein Schadensereignis, das es so bisher in Deutschland nicht gegeben hat“, nannte der Arnsberger Regierungsvizepräsident Volker Milk am Dienstag den Vorfall im Eper Amtsvenn. Seine Behörde – landesweit für das Bergrecht zuständig, dem die Ölkavernen unterliegen – werde „alles daransetzen und der SGW alles abverlangen, damit es zur Schadensaufklärung kommt“, so Milk weiter.

Tiefes Bedauern über den Ölaustritt äußerte SGW-Geschäftsführer Manfred Inkmann. Auch er beteuerte: „Wir tun alles, um so schnell wie möglich aufzuklären.“ Während ungewiss ist, wie lange die Ursachensuche dauert, steht fest: „Ich gehe davon aus, dass es ein Millionenschaden für unser Unternehmen ist“, so Inkmann.

Zusammenhang zu Ölaustritt im Februar

Nach dem aktuellen Stand der Untersuchungen wird ein Zusammenhang zwischen dem jetzigen Ölaustritt an drei Stellen und einen Druckabfall in einer nahen Kaverne (Inhalt: 450 000 Kubikmeter Rohöl) im Februar diesen Jahres immer wahrscheinlicher. Damals habe es bei der Überprüfung der Anlage keine Auffälligkeiten gegeben. Jetzt soll erneut – aufwendig und technisch schwierig – der Druck der vertikalen Leitung, die von der Erdoberfläche in die mehr als 1000 Meter tief liegenden Kaverne führt, geprüft werden. Sollte das System ohne Schaden sein, bleibt nur noch eine Ursache: ein Leck in der Kaverne.

(Klaus Wiedau, WN)


 


 

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