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  • 28.04.2015, 10:03 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Ohne Winterpause

Stadt investiert 24 Millionen in Straßenbau - lange Sperrungen in Handorf und Hiltrup

Die klassische Winterpause im Straßenbau ist mangels Frost und Schnee ausgefallen, schon seit Februar wird deshalb wieder an vielen Stellen im Stadtgebiet gebuddelt und asphaltiert. Rund 24 Millionen Euro sind für den Erhalt und Neubau des Straßen- und Kanalnetzes in diesem Jahr vorgesehen, die ersten Sperrungen beginnen in dieser Woche.

Ein dicker Brocken ist die Amelsbürener Straße in Hiltrup, bis Sommer 2016 geht es dort nur noch im Schneckentempo als Einbahnstraße vorwärts. Schon jetzt staut sich der Verkehr auf der Westfalenstraße tagsüber stadtauswärts, weil die Abfahrt nach rechts in die Amelsbürener dicht ist.

Eng wird es ab sofort in Handorf auf der Handorfer Straße zwischen Hobbelt-straße und Warendorfer Straße. Aktuell im ersten Bauabschnitt ist noch eine Umleitung über das Gartencenter befahrbar, ab Juli erfordern die Baumaßnahmen dort aber eine Vollsperrung bis Ende September. „Zum Handorfer Herbst ist alles wieder frei“, so Ludger Niehoff vom Tiefbauamt.

Dicht ist in den Sommerferien auch die strak frequentierte Promenadenunterführung an der Mauritzstraße. Der Radweg wird deutlich verbreitert und soll sicherer werden. Für sechs Wochen müssen Radler und Fußgänger oberirdisch die Mauritzstraße an einer Baustellenampel überqueren.

Die 18 Ampelanlagen an der Verkehrsachse Bahnhofstraße, Mauritzstraße und Bült bis Schlossplatz werden nun an den Verkehrsrechner angeschlossen. Sie bekommen neue Steueranlagen und LED-Birnen. Laut Alexander Buttgereit (Tiefbauamt) sind dann 75 Prozent aller 275 wichtigen Ampelanlagen mit der zentralen Ampelsteuerung verbunden.

Am Hohen Heckenweg kann die Baustellen-Sperrung Mitte Mai aufgehoben werden, am Kappenberger Damm soll es ab August wieder störungsfrei laufen. Die Arbeiten am Mischwasserkanal in der Burchardstraße sollen Ende 2015 fertig sein, an der Oberschlesier Straße wird der Straßenbau noch bis Februar 2016 dauern.

Bis Juni ist die Brücke des Wersewanderweges Höhe Wolbecker Straße fertig, in Wolbeck ersetzt ab Jahresende eine Stahlkonstruktion die Angelbrücke aus Holz am Friedhof. Die reparierte Schwimmbrücke am Aasee wird im Juni aufgebaut.

Tiefbauamtschef Michael Grimm rechnet in zehn Jahren mit deutlich steigenden Kosten, weil dann ein Großteil der Nachkriegs-Fahrbahnen aus den 50er-Jahren ans Ende ihrer Nutzungsdauer kommen. „Wir müssen uns dann auf doppelt so viele Baustellen im Stadtgebiet einstellen“, so Grimm.

(Helmut P. Etzkorn)


 


 

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