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  • 10.07.2014, 10:27 Uhr
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  • Münster
Passantenzählung

Alter Fischmarkt ist neuer Magnet

Aufgrund deutlich gestiegener Besucherzahlen geht der Alte Fischmarkt bei der diesjährigen Passantenzählung neben dem Prinzipalmarkt, der Rothenburg und der Königsstraße als großer Gewinner hervor.

In der Gunst der Shoppingfans und Touristen ganz oben stehen nach wie vor die Ludgeristraße (1.), der Prinzipalmarkt (2.) und der vordere Teil der Salzstraße (3.). „Neben diesen tragenden Säulen unseres Handelsstandorts Münster gibt es weitere attraktive Lagen, die die Dynamik in der City ankurbeln“, bewertete Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster, die Messergebnisse. Für den Städtebau und den Handel sind sie wichtige Indikatoren zur Bestimmung des Potenzials verschiedener Standorte in der City.

Der im September 2013 eröffnete Handels- und Gastronomiekomplex Alter Fischmarkt ist ein Beleg dafür, dass neu entwickelte Quartiere in Münsters Innenstadt – wie auch die 2009 fertiggestellte Stubengasse gezeigt hat – zum Publikumsmagneten werden. Immerhin machte der Alte Fischmarkt im aktuellen Ranking der 22 Standorte gegenüber 2013 einen guten Sprung nach oben. Des Weiteren strömten bei der Zählung auch über die Königsstraße und über das Landesmuseum bzw. die Rothenburg wieder mehr Passanten ins Zentrum. „Durch städtebauliche Planung und Steuerung haben wir an mehreren Stellen markante, einladende Eingangsportale zu unserer Innenstadt geschaffen, die offensichtlich gut angenommen werden“, erklärt Münsters Stadtdirektor Hartwig Schultheiß, der das Potenzial der Wegeverbindungen und Plätze zum Wohl des Handels und der Gastronomie noch stärker nutzten will.

Die Erhebungen der Vorjahre haben gezeigt, dass die Stubengasse durch den damals neu geschaffenen Rundlauf (Stubengasse–Salzstraße–Prinzipalmarkt–Ludgeristraße-Stubengasse) positive Effekte auf einzelne Standorte hatte: zum Beispiel auf die im Hanse Carré erfassten Verbindungen zwischen Ludgeristraße und Stubengasse, die 2013 mehr Passanten verzeichneten. Die diesjährige Analyse der Standorte untereinander und der Vergleich mit den Vorjahren hat gezeigt, dass sich durch neue Einzelhandelsprojekte und die Fertigstellung von großräumigen Baumaßnahmen im Bereich Königsstraße und Aegidiimarkt die Frequenzen durch eine Verlagerung der Passantenströme leicht verändert haben. So ist auffällig, dass zum Beispiel das Hanse Carré bei der aktuellen Zählung rückläufige Frequenzen aufgewiesen hat. „Das ist nicht dramatisch und kann durchaus korrigiert werden. Unsere zukünftige Aufgabe ist es, versteckte und bislang unterentwickelte Wege und Innenhöfe mit reizvollen Angeboten auszustatten und sie somit stärker in das Netz der beliebten Routen zu integrieren“, betonen Robbers und Schultheiß.

Die Innenstadt immer wieder aufs Neue entdecken

Die Passanten sollen die Innenstadt immer wieder aufs Neue entdecken, erleben und sich wohlfühlen. Wie zum Beispiel auf dem Prinzipalmarkt, der zu jeder Zeit eine hohe Aufenthaltsqualität bietet und sich gegenüber 2012 und 2013 nochmals verbessert hat.

Insgesamt lagen die 2014 gemessenen Frequenzen von 23.850 Passanten am 8. Mai (Donnerstag) und 43.086 Passanten am 10. Mai (Samstag) unter denen der Vergangenheit. Da jedes Jahr nur an zwei Tagen bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen – unter anderem bedingt durch Witterungsverhältnisse, Baustellen, Verkehrsbeeinträchtigungen und Veranstaltungen – gezählt wird, können allenfalls Langzeittendenzen auf eine Attraktivitätsveränderung der Innenstadt festgestellt werden. Bei den alljährlichen Messungen handelt es sich um Momentaufnahmen. Zum Beispiel war es am Samstag, dem 10. Mai 2014 im analysierten Zeitraum mit 13 Grad Celsius relativ kühl und zunächst regnerisch. „Kein Wetter, um in der City entspannt zu bummeln“, so Robbers, für den die Daten dennoch viel wert sind: „Zum einen stellen wir die Beliebtheit eines Standorts fest, indem wir uns die Besucher in Relation zum Gesamtaufkommen in der City anschauen. Zum anderen setzen wir die Daten der 22 Standorte eines Jahres in Relation zueinander und erhalten darüber hinaus Auskunft über das Kräfteverhältnis in der Innenstadt.“ Und daraus folgt: „Wir haben ein vitales Zentrum.“

Zum Hintergrund: Passantenfrequenzmessung 2014
Die Wirtschaftsförderung Münster GmbH beauftragte auch 2014 das Institut für Geographie der Universität Münster mit der Zählung der Passanten. Die Messungen in Münsters Innenstadt, an den Ausfallstraßen Hammer Straße, Wolbecker Straße und Warendorfer Straße sowie im Stadtteil Hiltrup erfolgten von 12 bis 13 Uhr am Donnerstag, dem 8. Mai 2014, und am Samstag, dem 10. Mai 2014. Die Temperatur am 8. Mai lag bei zirka 14 Grad Celsius. Zum Zeitpunkt der Erhebung war es bewölkt und weitestgehend trocken, jedoch leicht windig. Zum Ende trat vereinzelt Nieselregen auf. Am 10. Mai war es im Messzeitraum bei ca. 13 Grad Celsius zunächst regnerisch. In der zweiten Hälfte bei geschlossener Wolkendecke trocken. Ein langjähriger Vergleich der Witterungsbedingungen zeigt, dass diese bei der diesjährigen Erhebung deutlich ungünstiger waren.

An Passanten gewonnen haben bei der Samstagszählung, dem 10. Mai 2014, folgende Straßen:
Ludgeristraße 1 im Bereich Arkaden (1.*), Prinzipalmarkt (2.), Rothenburg (5.), Windthorststr. im Bereich Raphaelsklinik (8.), Alter Fischmarkt (9.), Salzstraße II (10.), Königsstraße (13.), Spiekerhof (15.), Aegidiistraße (19.) --- * Aktuelle Platzierung des Standorts im Ranking 2014

An Passanten verloren haben bei der Samstagszählung, dem 10. Mai 2014, folgende Straßen:
Ludgeristraße II im Bereich C&A (3.*), Salzstraße I (4.), Klemensstraße (6.), Stubengasse (7.), Heinrich-Brüning-Straße (11.), Windthorststraße im Bereich Bahnhof (12.), Windthorststraße im Bereich Harsewinkelplatz (14.), Klarissengasse (16.), Hötteweg (17.), Beginengasse (18.), Verspoel (20.), Bahnhofstraße (21.), Hörsterstraße (22.) --- * Aktuelle Platzierung des Standorts im Ranking 2014

Nutzen der Passantenfrequenzmessung
Die an den Zählpunkten erfassten Daten zeigen dem Einzelhandel und der Gastronomie die beliebten Aufenthaltsorte, Flaniermeilen und Wegebeziehungen auf. Zudem können Immobilieneigentümer und Investoren Vergleiche mit Einzelhandelslagen und Frequenzen in anderen Städten ziehen. Für den Städtebau sind die Frequenzen wichtige Indikatoren zur Bestimmung des Potenzials innerstädtischer Lagen. Der WFM dienen die Daten als Argumente bei der Vermittlung von Einzelhandelsflächen bzw. Ladenlokalen. Die Frequenzmessung finden Sie hier (PDF, 1 MB)

(WFM)


 


 

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