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  • 12.12.2013, 08:56 Uhr
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  • Münster
Paukenschlag im Rat

Stadtwerke-Chef Dr. Andreas Hoffknecht muss Ende 2014 gehen

Die Hiobsbotschaft erreichte Dr. Andreas Hoffknecht unmittelbar nach der hochbrisanten Entscheidung des Rates. Der Ende 2014 auslaufende Vertrag des technischen Stadtwerke-Geschäftsführers wird nicht verlängert.

„Es hat nicht gereicht“, teilte Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier dem sichtlich geschockten Hoffknecht am Abend in einem Nebenraum das Ergebnis der geheimen Abstimmung mit.

Kritiker werfen dem technischen Leiter eine schleppende Umsetzung der Energiewende vor. Hoffknecht, der mit seiner Familie in Handorf gebaut hat, fiel aus allen Wolken. Er wäre am Ende bereit gewesen, sich auf eine diskutierte Verlängerung um drei Jahre einzulassen, doch davon war am Abend nicht mehr die Rede.

Rat stimmt 45 zu 33 gegen Vertrag sverlängerung

45 Ratsmitglieder hatten sich am Ende einer über einstündigen Debatte gegen eine Weiterbeschäftigung über 2014 hinaus ausgesprochen, 33 für eine Vertragsverlängerung. Die Gegen- Stimmen kamen mutmaßlich aus dem Lager von CDU und SPD, deren Fraktionschefs Stefan Weber – gleichzeitig Aufsichtsratschef der Stadtwerke – und Dr. Michael Jung sich im Gegensatz zu anderen politischen Fragen in der heiklen Personalfrage einig waren. Von fünf Abweichlern ist in diesen Reihen auszugehen, die Grünen hatten eine geheime Abstimmung beantragt. Zuvor hatte der Aufsichtsrat des Energieversorgers mit 10:7-Stimmen empfohlen, den Vertrag zu verlängern.

 „Keine nachvollziehbare Begründung“

Entsetzt reagierten die gut 200 Stadtwerke-Mitarbeiter, die ihren Chef begleitet hatten. Betriebsratsvorsitzender Heinz Röhricht forderte im Foyer des Rathauses offen die Vertragsverlängerung um volle fünf Jahre ein. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Lewe und Weber hatten sich im Vorfeld auch leitende Angestellte für Hoffknechts Wiederwahl starkgemacht. „Ich bin sehr enttäuscht über die Entscheidung, weil keine nachvollziehbare Begründung vorliegt“, sagte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Wischer. Da der Betriebsrat heute eine zweitägige Klausurtagung beginnt, wird vermutlich erst zu Montag eine außerordentliche Betriebsversammlung einberufen. Einen Plan B für die Nachfolge Hoffknechts gibt es nicht, was die Grünen kritisieren. Auch hätte diese Eskalation verhindert werden müssen, sagte Fraktionschef Hery Klas.

(Ralf Repöhler, WN)


 


 

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