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  • 13.12.2013, 10:02 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Personalie

Volksbank-Chef Rolf Domikowsky geht Ende 2013 in den Ruhestand

Der Abschied ist geplant. „Die Volksbank hat eine hervorragende Entwicklung gemacht.“ Vorstandssprecher Rolf Domikowsky ist zufrieden, das Unternehmen sei am Markt anerkannt und top gefestigt, und er spricht von einer ordentlichen Ertragslage.

Trotzdem geht der 62-Jährige Ende des Jahres in den Ruhestand. Für ihn kommt dieser Schritt nicht unerwartet, er gehöre zu seiner Lebensplanung, sagt der Vorstand: „Das habe ich schon vor vier Jahren mit dem Aufsichtsrat so verabredet.“

Heute Abend feiert Rolf Domikowsky mit der Belegschaft der Bank eine Party, nächste Woche geht es offizieller zu. Rolf Domikowsky freut sich auf beide Termine.

Der bald 63-Jährige ist seit geraumer Zeit auf Abschiedstour. Der Münsteraner kennt viele Menschen in dieser Stadt – und darüber hinaus, denn die Volksbank hat mit ihrem Wirkungsradius die Stadtgrenzen längst verlassen. Gern hätte Rolf Domikowsky auch noch die Fusion mit der Volksbank Telgte bis zum Abschluss begleitet. Darum kümmern sich seine Vorstandskollegen Norbert Beek und Thomas Jakoby. Bei ihnen, sagt Rolf Domikowsky, wüsste er das Wachstum in guten Händen.

„Münster ist eine tolle Stadt“

Natürlich wird der Vorstandssprecher die Entwicklungen seiner Bank weiter verfolgen, sagt der 62-Jährige, der in Senden wohnt. Sein Faible für Münster leugnet er nicht. „Münster ist eine tolle Stadt“, schwärmt der Bankfachmann. „Man kennt sich, Münster ist überschaubar. Ein bisschen Großstadt und manchmal auch etwas Kleinstadt.“ Rolf Domikowsky hat nach seinem Abitur auf dem Ratsgymnasium mit kleinen Unterbrechungen immer in dieser Stadt gearbeitet. Selbst sein BWL-Studium absolvierte er an der hiesigen Universität, dann stieg er bei der Nationalbank in Essen ein. Elf Jahre zählte er das Geld bei der WGZ-Bank, knapp acht Jahre folgten bei der WestLB.

Vor gut 16 Jahren startete Rolf Domikowsky dann bei der Volksbank Münster durch, seit gut zehn Jahren ist er Sprecher des Vorstandes. Damals beerbte er Hans- Bernd Wolberg, der zur WGZ-Bank wechselte.

Starke Entwicklung der Genossenschaftsbank

Blickt der künftige Ruheständler Rolf Domikowsky zurück, dann verzeichnet er eine starke Entwicklung der Genossenschaftsbank an der Neubrückenstraße. Die Belegschaft wuchs von damals 180 auf heute 270 Mitarbeiter. Das Unternehmen zählt heute 20 Filialen. Die Bilanzsumme beträgt auf 1,2 Milliarden Euro.

Rolf Domikowsky bekam es im Laufe seiner Volksbank-Laufbahn mit vielen Facetten eines mittelständischen Unternehmens zu tun. „Früher war ein Bankkaufmann ein ehrenwerter Beruf, heute heißt er Banker und ist nicht mehr ehrenwert.“ Diese Unterschiede müssten sie immer wieder erklären. Domikowsky kümmerte sich um Personal- und Baumaßnahmen, um das Tagesgeschäft und um die Zukunft der Bank. Er spricht von viel Verantwortung und großen Geldbeträgen, ist ein Verfechter des Filialgeschäftes. Die Finanzkrise bereitete ihm schlaflose Nächte: „Das waren harte Zeiten.“

Der Vorstandssprecher wirbt für neue Wege. Eine Fusion mache allein aufgrund von Synergieeffekten Sinn und beeinflusse auch die Attraktivität von Arbeitsplätzen, sagt der 62-Jährige. „Als ich kam, gab es noch kein Internet“, resümiert er. Heute ist Rolf Domikowsky Testperson für jede neue Technik – und predigte seinen Mitarbeitern: „Ohne Kunde kein Erfolg“.

(WN)


 


 

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