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  • 29.01.2015, 08:48 Uhr
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  • Münster / Eching
Petition eingereicht

Osteopath soll staatlich anerkannter Beruf werden

Der BVO, Bundesverband Osteopathie e.V., hat am 29. Juli 2014 eine Petition im Deutschen Bundestag eingereicht. Darin fordert der Berufsverband die staatliche Anerkennung der Osteopathie als eigenständigen Beruf mit Primärkontakt des Patienten. Die Eintragung ist befristet bis zum 23. Februar 2015 und kann ab sofort auf der Seite des Bundestags vorgenommen werden.

Hohes Ansehen, doch keine Regelungen

Die Osteopathie ist in Deutschland mittlerweile sehr bekannt und wird von den Patienten zunehmend nachgefragt. Im Gegensatz zu Ländern im europäischen Ausland ist sie aber bisher kein eigenständiger, staatlich anerkannter Beruf. Somit existieren über die qualitativen Anforderungen an Ausbildungsumfang und -inhalt auch keine gesetzlichen Regelungen. Zwar wird die Osteopathie der Heilkunde zugerechnet, jedoch ist Heilkunde per se nicht delegierbar. Genau das wird aber praktiziert. In Deutschland sind Ärzte zur Ausübung der Heilkunde berechtigt, und zudem Heilpraktiker, die sich außerhalb des Gesundheitssystems (System der Gesetzlichen Krankenversicherung) befinden. Alle Leistungserbringer mit anderem medizinischen Grundberuf, in der überwiegenden Mehrheit Physiotherapeuten, dürfen Osteopathie nur auf Anweisung, Verordnung oder ärztliches Rezept ausüben.

Unverzichtbar in der Patientenversorgung

Die Ausbildung zum Osteopathen beinhaltet ein umfassendes fachübergreifendes Wissen aus allen medizinischen Bereichen. Im Zentrum der Therapie steht die Einflussnahme auf den Körper ausschließlich mit den Händen. Ziel ist die Optimierung von physiologischen Vorgängen und die Normalisierung der funktionellen Abläufe im Körper. Damit können zum Beispiel nicht nur Medikamentenkonsum und Operationen eingedämmt bzw. vermieden werden, sondern der staatlich anerkannte Osteopath kann mit der Berechtigung zum Primärkontakt zukünftig auch helfen, die flächendeckende medizinische Patientenversorgung zu gewährleisten und die vorhandenen Engpässe sowie die Wartezeitproblematik in Arztpraxen zu reduzieren. Dazu Jakob Setzwein, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des BVO: "Osteopathen sind bereits heute in der Patientenversorgung unverzichtbar. In einigen europäischen Ländern und den USA ist die staatliche Anerkennung des Berufsbildes Osteopath gegeben. Für Deutschland ist diese längst überfällig." Deshalb fordert der Berufsverband die staatliche Anerkennung des Berufsbildes Osteopath als eigenständigen Beruf mit primärem Patientenkontakt.

(ots / bvo)


 


 

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