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  • 10.07.2013, 09:34 Uhr
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  • Münster
Phishing-Urteil

Dreijährige Haftstrafe für 37-jährigen Münsteraner

Das Schuldeingeständnis kam zu spät: Erst am letzten Verhandlungstag brach ein 37-jähriger Angeklagter gestern bei einem Phishing-Prozess am Landgericht Münster sein Schweigen.

„Es tut mir alles leid und ich entschuldige mich für das, was passiert ist“, sagte er unter Tränen aus. Diese Einsicht konnte jedoch seine Verurteilung nicht mehr verhindern oder mildern.

Der Vorsitzende Richter sprach eine dreijährige Haftstrafe aus. Er sah es als erwiesen an, dass der Münsteraner 2010 „in ein funktionierendes System“ einer Betrügerbande eingestiegen ist und an fünf Fällen von Computerbetrug beteiligt war, bei denen bundesweit Bankkunden um eine fünfstellige Gesamtsumme erleichtert worden waren.

Die Bande, die von Russland aus agiert, hatte durch Ausspähen von Bankdaten sowie betrügerische Überweisungen – sogenanntes Phishing – Konten von Kunden der Sparkasse und der Postbank geplündert.

Der 37-Jährige hatte mehrere Personen angeworben, die ihre Konten für Transaktionen zur Verfügung stellten. Anschließend hatte er das Geld aus den betrügerischen Überweisungen in bar abgeholt und über Auslandsbanken an die Hintermänner in Russland weitergeleitet.

(Redaktion)


 


 

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