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  • 22.05.2015, 13:14 Uhr
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  • Münster / Lengerich
Planfeststellungsbeschluss liegt aus

Ausbau der A 1 zwischen Lotte und Lengerich

Die Bezirksregierung Münster hat jetzt den Planfeststellungsbeschluss zum sechsstreifigen Ausbau der A 1 zwischen dem Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück und der Anschlussstelle Lengerich erlassen und öffentlich bekannt gemacht.

Im Rahmen der sogenannten ortsüblichen Bekanntmachung werden in der Zeit vom 2. Juni bis 15. Juni 2015 auch Ausfertigungen in den vom Straßenausbau und landschaftspflegerischen Begleitmaßnahmen betroffenen Städten Lengerich und Tecklenburg sowie in den Gemeinden Lotte und Westerkappeln zur Einsicht ausgelegt.

Betroffene und diejenigen, die Einwendungen erhoben haben, können zudem eine Ausfertigung des Planfeststellungsbeschlusses schriftlich bei der Bezirksregierung Münster, Domplatz 1 - 3, 48143 Münster, anfordern oder den Beschluss ab dem 2. Juni auf der Internetseite der Bezirksregierung Münster abrufen.

Der Planfeststellungsbeschluss für den sechsstreifigen Ausbau der A 1 wurde somit knapp zweieinhalb Jahre nach dem Erörterungstermin im Dezember 2012 vom Verkehrsdezernat der Bezirksregierung Münster erlassen.

Für ein Autobahnprojekt dieser Komplexität und gemessen an der Länge der Strecke von rund dreizehn Kilometern handelt es sich um einen für ein solches Verfahren normalen Zeitraum. Aufgrund von Einwendungen privater Betroffener und Stellungnahmen Träger öffentlicher Belange wurde die Planung vom Vorhabenträger, dem Landesbetrieb Straßenbau NRW, überarbeitet. Es wurden sieben Planänderungen unter nochmaliger Beteiligung der Betroffenen vorgenommen, um den Forderungen der Anwohner und Kommunen weitgehend entgegenzukommen.

Lärmschutz- und Umweltbelange

Ein Schwerpunkt des Beschlusses liegt in der Entscheidung über den verhältnismäßigen Umfang des aktiven Lärmschutzes. Aufgrund der veränderten Rechtsprechung des Bundesverwaltungs­gerichtes musste hierzu ein neues Entscheidungskonzept erarbeitet werden. Auch das Gewässersystem im Bereich dieses Autobahnabschnittes wird durch das Bauprojekt positiv beeinflusst.

Neben den Umweltbelangen sind auch die privaten Grundstücksbetroffenheiten unter anderem durch den Bau mehrerer Regenrückhalte- und Regenklärbecken sowie die Erneuerung von Brücken Gegenstand der Gesamtabwägung aller öffentlichen und privaten Interessen durch die Bezirksregierung Münster als Planfeststellungsbehörde gewesen.

An dem Verfahren haben sich insgesamt 26 Träger öffentlicher Belange sowie 463 Einwender mit privaten Betroffenheiten beteiligt. Davon wurden 359 Einwendungen im Rahmen von zehn Sammeleinwendungen und 104 als Einzeleinwendungen erhoben.

(Bezirksregierung Münster)


 


 

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