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  • 08.08.2013, 13:26 Uhr
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  • München
Positives Signal

Gigaset steigert erstmals Umsatz und EBITDA

Gigaset-CEO Charles Fränkl sagte anlässlich der Quartalszahlen: „Das zweite Quartal ist ein positives Signal für die Gigaset. Das Effizienzprogramm greift. Neue Produkte sind fertiggestellt und stehen kurz vor dem kommerziellen Start. Wir werden die Strategie ‚Gigaset 2015‘ weiter konsequent und erfolgreich umsetzen.“

In einem weiter rückläufigen Gesamtmarkt steigerte die Gigaset AG im fortzuführenden Telekommunikations-Geschäft erstmals seit Bestehen des Konzerns den Umsatz gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um rund EUR 3,4 Mio. Dank des Sales-Push-Programms konnte der Vertrieb Verkaufskanäle vorzeitig befüllen und damit den Mittelzufluss besser an die saisonal bedingten Liquiditätsanforderungen anpassen. Das EBITDA kletterte im zweiten Quartal 2013 auf EUR 6,4 Mio. (Q2 2012: EUR 0,3 Mio.).

Zudem konnte Gigaset seinen Marktanteil im Kerngeschäft erneut ausbauen. Sowohl bei den abgesetzten Einheiten als auch beim Umsatz stieg der Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr um jeweils einen Prozentpunkt an. Der Marktanteil im Umsatz von Gigaset in Europa stieg im zweiten Quartal des Jahres von 33,9 Prozent im zweiten Quartal 2012 auf nunmehr 34,7 Prozent. Damit entwickelt sich Gigaset seit mehr als fünf Quartalen besser als der Markt, ist aus Sicht der Gesellschaft klarer Gewinner der Marktkonsolidierung und konnte seine Marktposition in Europa weiter ausbauen. Als Premium-Marke erzielte Gigaset ferner um 31 Prozent höhere Preise als der durchschnittliche Marktpreis. Der Gesamtmarkt bleibt jedoch stark unter Druck. Er ging im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal bei den verkauften Einheiten um etwa 14 Prozent zurück und verlor 15 Prozent an Umsatz.

Die Zahlen der Gigaset AG im zweiten Quartal 2013, fortzuführendes Geschäft

  • Konzernumsatz: EUR 96,8 Mio. (Q2/2012: EUR 93,4 Mio.)
  • EBITDA: EUR 6,4 Mio. (Q2/2012: EUR 0,3 Mio.)
  • EBITDA- Marge : 6,6 Prozent (Q2/2012: 0,3 Prozent)
  • Konzernfehlbetrag: minus EUR 9,4 Mio. (Q2/2012: minus EUR 3,6 Mio.)
  • Free Cash Flow : minus EUR 10,9 Mio. (Q2/2012: minus EUR 11,7 Mio.)

Bezogen auf das erste Halbjahr 2013, fortzuführendes Geschäft

  • Konzernumsatz: EUR 183,6 Mio. (H1/2012: EUR 205,7 Mio.)
  • EBITDA: EUR 11,0 Mio. (H1/2012: EUR 11,3 Mio.)
  • EBITDA-Marge: 6,0 Prozent (H1/2012: 5,5 Prozent)
  • Konzernfehlbetrag: minus EUR 12,7 Mio. (H1/2012: Konzernüberschuss EUR 0,6 Mio.)
  • Free Cash Flow: minus EUR 34,9 Mio. (H1/2012: EUR minus 28,3 Mio.)

Der Kassenbestand zum 30.06.2013 belief sich auf EUR 18,9 Mio.

Finanzielle Basis in saisonal absatzschwachen Sommermonaten stabilisiert

Am 1. Juli 2013 schloss die Gigaset Communications GmbH, eine Konzerntochter der Gigaset AG, mit einem von der Deutschen Bank AG geführten Konsortium einen Vertrag über eine Brückenfinanzierung in Höhe von EUR 10,4 Mio.

Weitere Maßnahmen trugen dazu bei, eine für die Sommermonate mögliche Phase angespannter Liquidität erfolgreich abzuwenden:

  • Aus dem bereits 2012 angekündigte Kosten- und Effizienzprogramm werden die Einsparungen im Geschäftsjahr 2013 voraussichtlich EUR 24 Mio. betragen. Insgesamt sollen ab dem Jahr 2014 nachhaltig EUR 30 Mio. eingespart werden.
  • Dank eines Sales-Push-Programms konnte der Vertrieb Verkaufskanäle vorzeitig befüllen und damit den Mittelzufluss besser an die saisonal bedingten Liquiditätsanforderungen anpassen.
  • Um sich auf Märkte mit hoher Profitabilität zu konzentrieren, setzt Gigaset die Überprüfung der außereuropäischen Aktivitäten fort. Ein erstes Ergebnis ist der Ausstieg aus dem unrentablen Schnurlostelefon-Geschäft in Brasilien. Die für die Region Mittlerer Osten und Afrika zuständige Tochtergesellschaft wird derzeit an das dortige Management verkauft. Über eine Strukturvereinfachung wird der effiziente Marktzugang in der Region weiterhin garantiert. In der Türkei gelang dem Unternehmen durch eine strategische Neupositionierung der Turnaround.

Gigaset erwartet, dass sich die Liquiditätslage im zweiten Halbjahr ebenfalls saisonal bedingt entspannt.


 


 

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