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  • 16.05.2013, 11:39 Uhr
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  • Münster
Preisverleihung

Wirtschaftspreis der Stadt Münster für Wolfgang Fritsch-Albert

Der Wirtschaftspreis der Stadt Münster wird heute dem Vorstandsvorsitzenden der Westfalen AG verliehen. Im Vorfeld der Preisverleihung stand er für ein Interview zur Verfügung.

Seit 1977 ist Wolfgang Fritsch-Albert (66) Vorstandsvorsitzender der Westfalen AG. Im Dezember beschloss der Rat, Fritsch-Albert den Wirtschaftspreis der Stadt Münster zu verleihen. Am heutigen Donnerstagabend findet der Festakt im Rathaus statt. Zuvor sprach WN-Redakteur Lukas Speckmann mit dem Preisträger.

Was bedeutet Ihnen der Wirtschaftspreis der Stadt Münster?

Fritsch-Albert: Den Wirtschaftspreis sehe ich als Ehre und Ansporn zugleich an. Er ist für mich eine Anerkennung für Geleistetes, aber auch ein Appell, nicht nachzulassen beim verantwortungsvollen Engagement am Standort Münster.

Wie eng ist die Standortverbundenheit der Westfalen AG?

Fritsch-Albert: Die Westfalen AG wurde vor fast 90 Jahren hier in Münster gegründet. Seit 1938 befindet sich unsere Unternehmenszentrale am Industrieweg. In meiner Zeit als Vorstandsvorsitzender konnten wir die Zahl der Mitarbeiter verdoppeln. Allein in Münster beschäftigt die Westfalen- Gruppe rund 770 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein sichtbares Bekenntnis zum Standort ist die Investition von rund zehn Millionen Euro in Neu- und Erweiterungsbauten am Industrieweg.

Sie führen ein international tätiges Unternehmen, das den Namen seiner Heimatregion trägt. Führt das nicht manchmal zu Missverständnissen?

Fritsch-Albert: Im Gegenteil. Der Unternehmensname ist ein deutliches Symbol unserer geografischen und unternehmerischen Herkunft. „Westfalen“ steht für unsere Kunden und Geschäftspartner als Zeichen des soliden und vertrauensvollen Wirtschaftens.

Der Preis wurde Ihnen auch für Ihr soziales Engagement und für „volkswirtschaftlich verantwortungsvolles Handeln“ zuerkannt. Wie wichtig ist derlei für den wirtschaftlichen Erfolg?

Fritsch-Albert: Familienunternehmen handeln verantwortungsvoll. Das bezieht sich auch auf das gesellschaftliche Umfeld. Wir fördern daher bildungsorientierte, soziale Projekte und sportliche Projekte in Münster. Dazu zählen die Unterstützung der Stiftung „Mitmachkinder“, die Lernwerkstätten an Grundschulen, der Verein zur Förderung krebskranker Kinder, das Herzzentrum Münster und im sportlichen Bereich unter anderem die Montgolfiade und der Fußball.

Die Westfalen AG ist ein Familienunternehmen. Was bedeutet das für ihre Zukunftsfähigkeit?

Fritsch-Albert: Ich führe das Unternehmen in der dritten Generation. Mit meinem Sohn Alexander ist die Nachfolge bereits gesichert. Familienunternehmen planen Entscheidungen langfristig. Als Nischenanbieter werden wir uns auch in Zeiten der Globalisierung behaupten. Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft bewusst und richten unser unternehmerisches Handeln daran aus.

Über Wolfgang Fritsch-Albert

Wolfgang Fritsch-Albert wurde 1946 in Münster geboren. 1974 wurde er in den Vorstand der Westfalen AG berufen, drei Jahre später wurde er Vorstandsvorsitzender. Seitdem wuchs das Familienunternehmen zur europaweit tätigen Unternehmensgruppe mit über 1.300 Mitarbeitern. Fritsch-Albert ist Ehrenvorsitzender des Bundesverbands UNITI und Beiratsmitglied der Fachhochschule Münster.

(Lukas Speckmann)


 


 

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