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  • 28.12.2013, 08:00 Uhr
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  • Münsterland
Probleme

Mindestalter für Abgabe von Alkohol steigt in den Niederlanden

Drogentourismus gab es bislang vor allem in den niederländischen Grenzstädten. Dort ist immer noch leichter an Haschisch oder Marihuana heranzukommen als hierzulande. Doch das Problem könnte sich im neuen Jahr umkehren: Denn das Mindestalter für die Abgabe von Alkohol steigt in den Niederlanden am 1. Januar 2014 auf 18 Jahre.

Auch Getränke wie Bier und Wein, die bislang von Jugendlichen ab 16 gekauft und konsumiert werden durften, sind ab dann tabu. In Deutschland dagegen bleibt die Altersgrenze bei 16 Jahren. Und damit dürften für junge, feierfreudige Menschen aus Holland die Discos und Gaststätten diesseits der Grenze besonders attraktiv werden.

Nach Einschätzung der Arbeitsgruppe „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ der Euregio wird das neue Gesetz zu Alkoholtourismus führen. Und damit seien Probleme für die deutschen Grenzkommunen programmiert. Nicht etwa weil es sich um niederländische Kids handelt; vielmehr wird einfach damit gerechnet, dass zwischen Gronau und Bocholt die Zahl alkoholkonsumierender junger Leute insgesamt zunimmt, die möglicherweise über die Stränge schlagen.

Geschäftstüchtige Niederländer im Süden des Landes haben schon angekündigt, junge Landsleute an Wochenenden per Bus ins Bierland Belgien transportieren zu wollen. Dasselbe Konzept könnte sich durchaus auch entlang der niederländisch-deutschen Grenze als profitabel erweisen.

Die Euregio will den Teufel noch nicht an die Wand malen. Sie wird die Entwicklung erst einmal einige Monate beobachten und dann gegebenenfalls ein Treffen von Fachleuten in den Grenzkommunen organisieren.

(WN)


 


 

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