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  • 09.08.2013, 09:46 Uhr
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  • Münster & Münsterland
„Profi im Handwerk“

Qualitätsoffensive als Marktnische

Er möchte einfach anders sein, als andere Kollegen. Markus Vorholt suchte eine Nische, in der er sich mit seinem Team bewegen kann. Und er hat sie gefunden. Der Zentralheizungsund Lüftungsbauer-Meister aus Münster trägt als erster Betrieb in dieser Stadt, so sagt der 43-Jährige, den Stempel „Profi im Handwerk“. Der TÜV Hessen verpasst ihm die Urkunde.

Zwei Jahre hat der Handwerksmeister aus Münster auf sein Ziel hingearbeitet. Aber ohne sein Team, weiß er, würde ein solches Zertifikat keinen Cent wert sein. Alle zehn Mitarbeiter waren eingespannt. Zunächst vielleicht zögerlich, dann aber sehr engagiert, sagt der Chef des Unternehmens Vorholt Haustechnik GmbH & Co. KG. Der Kundendienst, das Wartungsgeschäft, Serviceleistungen – das Unternehmen wurde komplett auf den Prüfstand gestellt, an machen Stellen umstrukturiert, an machen aber auch so belassen, wie es sich bereits bewährt hat.

Markus Vorholt, der 85 Prozent seines Geschäftes mit Privatkunden macht und sich um Hausverwaltungen kümmert, war zwar immer schon überzeugt davon, Qualitätsstandards zu erfüllen. Der 43-Jährige fragt sich aber dennoch: „Was können wir noch besser machen?“ Nur damit, sagt der Chef des Handwerksbetriebes, der an der Eulerstraße in Münster sitzt, ließe sich heute ein Kunde gewinnen.

„Dreckige Arbeitskleidung ist ein No-Go.“

Die richtigen Mitarbeiter müssten an der passenden Stelle eingesetzt werden, erklärt der Handwerksmeister sein Erfolgsrezept. Dazu zählt aber auch die Sauberkeit der Mitarbeiter auf den Baustellen. „Dreckige Arbeitskleidung ist ein No-Go.“ Kleine Überzieher über die Schuhe zeigten eine große Wirkung, so Vorholt. Aber auch Sofort-Angebote innerhalb kürzester Zeit und zusätzliche Leistungen wie ein Dienstleistungs-Mittwoch oder ein Feierabend-Service sind Teil des Paketes.

Zwei Jahre dauerte die insgesamt Qualitätskur, Vorholt war mit rund 10.000 Euro nur für Kursgebühren beteiligt.

Dabei ist der Handwerksmeister erst im Jahr 2004 in die Selbstständigkeit gegangen. Damals sagt er, startete er bei Null – aber mit drei Mitarbeitern aus seiner alten Lehrfirma, in der er zuletzt als Kundendienstleiter tätig war. Vorholt spricht bewusst von Mitarbeitern und nicht von Angestellten. Jeder müsse sich im Unternehmen wohlfühlen.

Vorholt wusste, das Geschäft muss von Anfang an florieren. „Die Zeit war spannend und aufregend“, blickt er zurück. Inzwischen hat er sich unter anderem auf Heizungs- und Badsanierungen spezialisiert. „Ich habe noch nie an einer Ausschreibung teilgenommen“, sagt der Fachmann. Aus dem Neubaugeschäft und aus dem Objektgeschäfte hält er sich fern.

Aber 20 Jahre auf seinen Lorbeeren ausruhen möchte sich der Praktiker trotz seines Erfolges nicht. Er startete darum die Offensive „Profi im Handwerk“, für die es bundesweit jetzt eine Interessengemeinschaft gibt. Und über eine Expansion denkt Markus Vorholt erst nach, sagt er, wenn es der Markt in Münster hergebe.

(Redaktion)


 


 

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