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  • 22.03.2013, 10:43 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Provinzial NordWest

Positive Gespräche zur Provinzial-Fusion

Aus den Reihen der Politik heißt es beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), dass die Gespräche über die geplante Fusion der Versicherungsgesellschaften Provinzial Nordwest und Provinzial Rheinland offenbar positiv verlaufen - entgegen anfänglicher Befürchtungen.

Nach der geplatzten Übernahme des Sparkassen- Versicherers durch den Allianz- Konzern loten die beiden Schwesterversicherungen seit Monaten die Möglichkeiten einer Verschmelzung aus. Offenbar mit Erfolg.

Beim Landschaftsverband jedenfalls – dem wie dem Sparkassenverband Westfalen-Lippe rund 40 Prozent an der Provinzial Nordwest gehören – werden die Mitglieder des Landschaftsausschusses den LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch heute im nicht öffentlichen Teil der Sitzung damit beauftragen, „das Fusionskonzept weiter zu detaillieren“. So jedenfalls lautet der entscheidende Passus des Beschlussvorschlags in der 67 Seiten starken Vorlage.

Es sind vor allem die vorab erhobenen wirtschaftlichen Daten über die Fusion, die CDU, SPD, FDP und Grüne allem Anschein nach einmütig zu dieser Entscheidung bewogen haben. Danach gibt es eine Fusion natürlich nicht zum Nulltarif. Im Falle der Provinzial summieren sich die Kosten der Neuorganisation nach Berechnungen von Experten in den ersten fünf bis sechs Jahren auf „einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag“.

Synergieeffekte wiegen die Kosten mehr als auf

Der aber, so ist zu hören, „kann bereits innerhalb von nur wenigen Jahren wieder eingespielt werden“. Angeblich übertreffen die „Synergieeffekte die beim Zusammengehen anfallenden Kosten um das Fünf- bis Sechsfache“. Erreicht werden soll das vor allem durch den Abbau von Personal, „der mit Blick auf die Altersstruktur der Mitarbeiter jedoch sozialverträglich gestaltet werden kann“.

Die rheinische Provinzial stand dem Zusammengehen mit der Schwester-Versicherung zunächst eher reserviert gegenüber. Beobachter gingen anfangs von einem Scheitern der Gespräche aus. „Hier hat aber der Druck des Marktes zu einer neuen Bewertung geführt“, heißt es.

Noch stehen die Verhandlungen ganz am Anfang. Die eigentlichen Knackpunkte – beispielsweise die Frage des Hauptsitzes – sind noch ausgeklammert.

(Elmar Ries)


 


 

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