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  • 26.05.2014, 08:44 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Provinzial-Versicherung

Sparkassen-Präsident Gerlach bekräftigt Nein zur Übertragung von Provinzial-Beständen

„Da gibt es überhaupt keinen Bezug zur Wirklichkeit.“ Der Präsident des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Rolf Gerlach, hat noch einmal bekräftigt, dass an den Behauptungen, die Sparkassen drängten als Miteigentümer der Provinzial Nordwest auf eine Übertragung von Versicherungsbeständen, nichts dran ist.

Gegenüber den Westfälischen Nachrichten erklärte Gerlach, dass der Sparkassenverband ein solches Ansinnen nie unterstützt habe und auch zukünftig nicht unterstützen werde, „weil der doppelte Vertriebsweg ähnlich wie bei der LBS doch für alle Seiten nur Vorteile bringt und einer größeren Marktdurchdringung dient.“ Vorwürfe, die Sparkassen wollten über den Weg der Bestandsübertragung den Versicherer aushöhlen, seien völlig abwegig.

Kein formales Beihilfeverfahren der EU-Kommission

Die EU-Kommission wird kein formales Beihilfeverfahren gegen die Provinzial Nordwest eröffnen. Wie aus Regierungskreisen in Düsseldorf verlautet, erkennt die Behörde von Wettbewerbskommissar Almunia in der bis 2005 erfolgten Privatisierung der Versicherung keine unerlaubte Beihilfe. Diesen Vorwurf hatte zuvor der Mainzer Professor Meinhard Dreher in einem Gutachten erhoben: Die Übertragung von je 25 Prozent der Provinzial-Anteile auf den Sparkassenverband Westfalen-Lippe und die WestLB hatte er als unerlaubte Beihilfe gewertet, die Privatisierung als rechtswidrig bezeichnet. Die EU-Kommission sieht dies anders.

Die Provinzial teilte mit, mit aktuell jährlichen Einsparungen von 37 Millionen €  das für 2015 angestrebte Einsparziel von 40 Millionen €  bereits fast erreicht zu haben.

(Norbert Tiemann, WN)


 


 

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