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  • 16.07.2014, 11:48 Uhr
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  • Münster
Publikumsmagnet

Stadtmodell in der Dominikanerkirche

Das Stadtmodell, das derzeit in der Dominikanerkirche an der Salzstraße zu sehen ist, erweist sich als Publikumsmagnet. Für den Verein Münster-Modell als Veranstalter ist dies ein Grund mehr, um über den dauerhaften Verbleib des Modells in dem Gebäude nachzudenken.

Ein Stadtmodell und ein Kirchenraum – eigentlich hat die laufende Ausstellung in der Dominikanerkirche nicht viel zu bieten. Und doch erweist sich die Kombination (zur Kombination Definition) als außerordentlich erfolgreich. Wann immer sich die Tür der Kirche zur Salzstraße öffnet, dauert es nicht lange, bis die ersten Schaulustigen einen Blick ins Innere werfen – und wenige Sekunden später vor dem fünf mal sechs Meter großen Modell stehen.

„Auch bei Stadtführungen hat sich ein Gang zum Stadtmodell bewährt“, so Stefan Rethfeld, Vorsitzender des Vereins Münster-Modell als Veranstalter. Aus diesem Grund wurde die Ausstellung bis zum 29. August verlängert.

Doch der rührige Verein (zur Verein Definition) verfolgt keinesfalls „nur“ das Ziel, eine weitere Touristenattraktion in zentraler Lage vorhalten zu können. Vielmehr werden seit 2006 Spenden gesammelt und sukzessive neue Modellplatten im Maßstab 1:500 gebaut, um die öffentliche Diskussion über Architektur und Städtebau zu beleben.

Bei sensiblen Projekten beraten Architekten, Stadtplaner und Kommunalpolitiker direkt am Modell

Bereits heute ist es üblich, dass Architekten, Stadtplaner und Kommunalpolitiker bei sensiblen Projekten wie beispielsweise Hochhäusern direkt am Modell beraten. Rethfeld würde es deshalb auch sehr begrüßen, wenn das Modell, bestehend aus jeweils einem Quadratmeter großen Platten, dauerhaft in der Dominikanerkirche bleiben könnte.

Er unterstützt den seit 2013 vorliegenden Vorschlag von Kämmerer Alfons Reinkemeier und Stadtdirektor Hartwig Schultheiß, den im städtischen Eigentum befindlichen und von der Kirche nicht genutzten Sakralbau zu einem „Ort der Partizipation und des Bürgerdialogs“ zu machen. Ein Beschluss in der Angelegenheit steht aber noch aus, weil die Politik vor den damit verbundenen Investitionen zurückschreckt. Umnutzung und Sanierung der Kirche würden knapp eine Million Euro kosten.

Sollte die Kirche dauerhaft die Heimat des Modells werden, möchte Rethfeld mithelfen, dass es auf eine Größe von acht mal acht Meter anwächst. Damit könnte man folgenden Stadtraum abdecken: Leonardo-Campus im Nordwesten, Zentrum Nord im Nordosten, Stadthafen im Südosten und Mühlenhof im Südwesten.

Zum Thema:
Das Münster-Modell in der Dominikanerkirche ist zu sehen: dienstags bis freitags sowie sonntags von 14 bis 18 Uhr, samstags von 12 bis 18 Uhr.

(Klaus Baumeister, WN)


 


 

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