Weitere Artikel
  • 19.11.2014, 13:12 Uhr
  • |
  • Münster / Münsterland
Regionale 2016

Geplante Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro

Der Lenkungsausschuss der Regionale 2016 hat heute gleich acht Projekte der Regionale 2016 mit dem A-Stempel ausgezeichnet und ihnen somit grünes Licht für die Umsetzung gegeben. Mit den Vorhaben sind geplante Gesamtinvestitionen von mehr als 100 Millionen Euro vorgesehen. Diese Nachricht sorgte gestern nicht nur bei den Projektträgern für Jubel.

Auch Konrad Püning, Landrat des Kreises Coesfeld und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Regionale 2016, zeigte sich erfreut über die neuen A-Projekte. „Das ist ein Meilenstein für die Regionale 2016 und das westliche Münsterland. Diese Projekte werden wichtige Impulse für unsere Region geben, weil sie zentrale Herausforderungen anpacken: zum Beispiel die Frage, wie Kommunen mit den Veränderungen des demografischen Wandels umgehen, wie sie für Bürgerinnen und Bürger noch lebenswerter werden und wie der ÖPNV in der Region gestärkt werden kann“, sagte Püning im Anschluss an die Sitzung des Lenkungsausschusses in Borken.

Folgende acht Projekte erhielten grünes Licht für die Umsetzung:

  1. „Die Berkel! Leben mit dem Fluss“
  2. „WasserWege Stever“
  3. „Wohnen mit (Mehr-) Wert“
  4. „WasserBurgenWelt“
  5. „ZukunftsDORF Legden“
  6. „BahnLandLust“
  7. „Intergeneratives Zentrum Dülmen“
  8. „Aktive Mitte Selm“.

„Bei einigen Projekten laufen noch finale Gespräche über die Fördersummen. Nach derzeitigen Berechnungen werden mit den Vorhaben Gesamtinvestitionen in Höhe von mindestens 100 Millionen Euro verbunden sein – also die Summe aus Fördermitteln, Eigenanteilen und privaten Investitionen. Dies umfasst auch Perspektivbausteine, die über 2016 hinaus umgesetzt werden“, erklärte Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale 2016 Agentur.

Gleich drei der acht neuen A-Projekte setzen sich mit den Entwicklungen des demografischen Wandels auseinander. Mit dem „Intergenerativen Zentrum“ wird in Dülmen ein neuer Ort der Begegnung für Jung und Alt geschaffen. Der Neubau, der auf der Fläche zwischen Rathaus und St.Viktor-Kirche entsteht, wird bestehenden kirchlichen, kommunalen und bürgerschaftlichen Einrichtungen ein gemeinsames Dach bieten. Zudem sollen neue Angebote geschaffen werden, die alle Generationen miteinander verbinden. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die Gemeinde Legden mit ihrem „ZukunftsDORF“: Zu dem Projekt gehören Bausteine wie der barrierefreie Umbau des Ortskerns, die Gestaltung des Dahliengartens als einen Treffpunkt für alle Generationen sowie neue Serviceangebote und Wohnformen. Um Letztere geht es auch bei dem Regionale-Projekt der Stadt Billerbeck: Gemeinsam mit Bürgern, Immobilien-Eigentümern und Experten möchte man Strategien für die Weiterentwicklung der älteren Ein- und Zweifamilienhausgebiete erarbeiten. Das Ziel: positive Effekte für die ganze Stadt und Lerneffekte für die Region.

Neue Orte für mehr Lebensqualität

Größere städtebauliche Maßnahmen stehen in Stadtlohn und Selm an. Beide Kommunen möchten zum einen die Lebensqualität weiter steigern und zum anderen Herausforderungen ihrer Stadtentwicklungen angehen. In Stadtlohn ist dies unter anderem der Hochwasserschutz. Dieser soll mit dem Projekt „Die Berkel! Leben mit dem Fluss“ verbessert werden, gleichzeitig sollen eine neue Promenade am Fluss entstehen sowie die historische Berkelmühle eine neue Nutzung erhalten. Die Stadt Selm ist Stärkungspakt-Kommune. Trotz dieser schwierigen finanziellen Ausgangssituation will die Stadt mit dem Projekt „Aktive Mitte“ in engem Schulterschluss von Politik, Verwaltung, Bürgerschaft und Wirtschaft eine aktive und strategische Stadtentwicklung vorantreiben. Mit den Bausteinen "Auenpark Selmer Bach", "Campus Selm", "Neue Stadt am Wasser" und "Burg Botzlar" sollen entscheidende Signale für die Stadtentwicklung gesetzt werden. Dieses Vorgehen kann Beispiel gebend sein für Kommunen, die vor vergleichbaren Herausforderungen stehen.

Drei weitere Vorhaben komplettieren die Riege der neuen A-Projekte: Mit „BahnLandLust“ soll die Bahnstrecke zwischen Coesfeld und Dorsten attraktiver für Fahrgäste werden: ein dichterer Fahrplan, barrierefreie Bahnhöfe und eine bessere Verknüpfung mit den Abfahrtszeiten von Bussen und Anschlusszügen sind unter anderem geplant. Die Projektträger arbeiten hierfür eng mit der Deutschen Bahn zusammen. Ebenfalls interkommunal aufgestellt ist das Projekt „WasserWege Stever“. Die sechs Steverkommunen sowie der Kreis Coesfeld werden gemeinsam neue Angebote für Umweltbildung und sanften Tourismus schaffen: unter anderem neue Wasser-Lehrpfade, außerschulische Lernorte und die naturnahe Entwicklung von Flussabschnitten. Das Projekt „WasserBurgenWelt“ verfolgt das Ziel, die Landschaft um die Burg Vischering und die Burg Lüdinghausen neu zu gestalten und die historischen Bauwerke besser an die Lüdinghausener Innenstadt anzubinden. Für die Bürgerinnen und Bürger werden neue Aufenthalts- und Erholungsflächen entstehen. Die Burg Vischering soll zu einem zeitgemäßen Kultur- und Bildungsort werden.

„Die vielfältigen Themen und Ansätze der acht neuen A-Projekte zeigen, wie breit aufgestellt die Regionale 2016 ist. Und es wird deutlich, dass hier nicht nur über gute Ideen, Strategien und Lösungen geredet, sondern auch angepackt und umgesetzt wird“, sagt Uta Schneider.

Vier Projekte in den B-Status aufgewertet

Neben den acht neuen A-Projekten wurden vier Vorhaben in den B-Status aufgewertet: „Weißes Venn“, „Grünschatz“, „Energiewende lokal – Energieoptimiertes Gewerbegebiet“ und „Bewegtes Land – Mobilität in die Fläche bringen“.

(Regionale 2016 Agentur)


 


 

Projekte
Region
Bürger
Entwicklung
Investitionen
Kommunen
Regionale

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Projekte" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: